HPV-Impfung (Gebärmutterhalskrebs-Impfung): Durchführung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. September 2014)

Die HPV-Impfung kann der Hausarzt oder der Frauenarzt vornehmen. Er spritzt den HPV-Impfstoff in die Muskulatur des Oberarms (intramuskulär). Nach neuesten Einschätzungen sind – sofern die Impfungen frühzeitig erfolgen – zwei Einzelgaben des HPV-Impfstoffs erforderlich, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten.

Das vom Hersteller empfohlene Impfalter unterscheidet sich zwischen den beiden Impfstoffen:

  • Für den Impfstoff, der gegen zwei Typen von HP-Viren wirkt (Papillomvirus-Impfstoff (bivalent)), gilt ein Impfalter von 9-14 Jahren. Die zweite Dosis erfolgt sechs Monate nach der ersten, wobei laut Hersteller ein Zeitfenster von 5 bis 7 Monaten nach der ersten Impfung möglich ist.
  • Der andere Impfstoff, er richtet sich gegen vier Typen von HP-Viren (Papillomvirus-Impfstoff (tetravalent)), gilt für Mädchen im Alter von 9-13 Jahren. Auch hier soll die zweite Dosis 6 Monate nach der ersten Impfung verabreicht werden.

Bei folgenden Abweichungen von den jeweiligen Vorgaben ist es erforderlich, drei Dosen beziehungsweise zusätzlich eine dritte Dosis des Impfstoffs zu verabreichen:

  • bei Nachholimpfungen (erfolgt immer mit drei Dosen; empfohlener Impfabstand: 0-1-6 Monate, d.h., 1 Monat nach Verabreichung der ersten Impfdosis erfolgt die zweite, und 6 Monate nach der ersten Dosis erfolgt die dritte Dosis)
  • dritte Dosis bei der Vervollständigung einer Impfserie im Alter > 13 Jahren bzw. > 14 Jahren (je nach Wirkstoff)
  • dritte Dosis, wenn der Impfabstand zwischen der ersten und zweiten Dosis < 6 Monate betrug

Nach bisherigen Erfahrungen hält der Impfschutz mindestens fünf Jahre an. Wissenschaftler vermuten, dass ein deutlich längerer Impfschutz erreicht wird. Genaue Aussagen zur Dauer des Impfschutzes und einer eventuell nötigen Auffrischungsimpfung sind aber derzeit noch nicht möglich.

Vor Einführung der HPV-Impfstoffe wurden groß angelegte Studien durchgeführt, in deren Nachbeobachtung auch über die nächsten Jahre regelmäßige Untersuchungen der geimpften Frauen stattfinden. Somit lässt sich die anhaltende Wirksamkeit der HPV-Impfung beobachten und ein eventuell nachlassender Impfschutz wird rechtzeitig erkannt.