ICD-10-Diagnoseschlüssel: Historisches

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. April 2007)

Die einheitliche Bezeichnung und Definition einer Krankheit ist unerlässlich, um sich untereinander austauschen zu können und Missverständnisse zu vermeiden. Daher arbeiten Forscher schon seit Ende des 18. Jahrhunderts daran, einheitliche Namen für jede Erkrankung festzulegen.

1893 wurde die erste Klassifikation präsentiert, die so genannte Bertillon-Klassifikation, in welcher Todesursachen kategorisiert wurden. Im Laufe der Jahre wurde die Liste immer länger und differenzierter. Die Bertillon-Klassifikation kann als Vorläufer der heutigen ICD-10 angesehen werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erweiterte die Bertillon-Klassifikation 1948, indem sie auch Krankheitsbilder und Verletzungen mit in die Kategorisierung aufnahm. Die erste ICD – die ICD-6 – war entstanden. Aufgrund des raschen medizinischen Fortschritts entstanden immer wieder neue Fassungen, die dem neuesten Stand der Forschung entsprachen.

Die jetzige Version des ICD wurde 1992 abgeschlossen und wird jährlich aktualisiert.



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