Blutdruck: Puls

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Februar 2015)

Als Puls bezeichnet man die Druckschwankungen in den Gefäßen, die während der Systole entstehen, also während der Phase, in der sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße drückt. Die Puls-Messung stellt neben der Blutdruckmessung eine wichtige Methode dar, um die Funktionsfähigkeit des Herz-Kreislaufs-Systems zu beurteilen – auch in Notfallsituationen, wie einer Bewusstlosigkeit.

Den Puls können Sie mit der Kuppe des Zeige-, Mittel- oder Ringfingers auf der Innenseite des Handgelenks auf der Seite des Daumens oder an der Halsschlagader tasten. Er wird in Schlägen pro Minute angegeben. Ein Puls von 70 bedeutet, dass das Herz 70-mal pro Minute schlägt.

Anhand des Pulses kann der Arzt verschiedene Dinge feststellen, etwa:

  • wie schnell das Herz schlägt,
  • wie gut die Gefäße mit Blut gefüllt sind (anhaltsweise),
  • ob das Herz rhythmisch, also gleichmäßig, schlägt oder
  • ob eine Herzrhythmusstörung (z.B. bei Vorhofflimmern) besteht.

Sportler messen oft ihren Puls, um ihren Trainingszustand zu überprüfen. Nach einer Trainingseinheit können sie anhand des Pulswertes beurteilen, wie ihr Kreislauf auf die Belastung reagiert.

Puls-Normalwerte

Puls-Normalwerte in Ruhe unterscheiden sich je nach Lebensalter und Trainingsstand des Körpers. Der Ruhepuls eines Spitzensportlers liegt unter dem eines untrainierten Erwachsenen.

Dennoch ist es möglich, für verschiedene Altersgruppen Durchschnittswerte für den Pulswert (Pulsfrequenz) anzugeben.

Tabelle: Puls-Normalwerte

Altersgruppe Ruhepuls
Neugeborene 120-140/min
Säuglinge 120-130/min
1-3 Jahre 110/min
3-7 Jahre 100/min
7-12 Jahre 90/min
Erwachsene 60-80/min
Senioren 80-85/min