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Blutdruck

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (31. Januar 2014)

Blutdruckwerte und Blutdrucktabelle

Die Blutdruckwerte erhält man, indem man den Blutdruck misst. Anhand einer Blutdrucktabelle lässt sich ablesen, ob die Werte zu hoch sind oder im Rahmen liegen. Am gängigsten sind die Blutdruckmessung am Oberarm und am Handgelenk. Vor allem ältere Menschen kennen ihre Blutdruckwerte – sei es, weil sie von Bluthochdruck betroffen sind und die Wirksamkeit ihrer Therapie überprüfen müssen oder weil sie regelmäßig vorbeugend ihren Blutdruck messen. Auch während einer Schwangerschaft gehört das Messen der Blutdruckwerte zur Standardvorsorge.

Eine gute Möglichkeit, den Verlauf und die Höhe des Blutdrucks über mehrere Tage zu beurteilen, besteht darin, die Blutdruckwerte aufzuschreiben. Auch hier spricht man von einer Blutdrucktabelle. Ergänzend sollte die Person die Uhrzeit notieren und angeben, ob vor oder während der Messung etwas Besonderes vorlag, etwa körperliche Anstrengung, eine Mahlzeit oder psychische Erregung. Solche Faktoren können den Blutdruck kurzzeitig verändern – meist erhöhen sie ihn.

Blutdruck-Normalwerte

Die genannten Beispiele zeigen, dass die Blutdruckwerte kurzfristig schwanken können. Dennoch ist es möglich, für verschiedene Altersgruppen dem Blutdruck mittlere Normalwerte zuzuordnen.

Blutdrucktabelle: Altersabhängige Blutdruck-Normalwerte

Altersystolisch (mmHg)diastolisch (mmHg)
0-3 Monate70-86
3-12 Monate86-9360-62
1-9 Jahre95-10165-69
9-14 Jahre101-11068-74
Erwachsene120-12980-84

Bluthochdruck besteht, wenn die Werte mindestens 140 zu 90 mmHg betragen.

Im Alter ist der Blutdruck in der Regel etwas höher als in jüngeren Jahren, da die Elastizität der Gefäße abnimmt. Die Blutdruck-Normalwerte liegen dann über den Werten im mittleren Erwachsenenalter. Dies bedeutet aber nicht, dass ein hoher Blutdruck im Alter harmlos ist. Auch bei Senioren sollte der Blutdruck nicht zu hoch sein. Ab einer gewissen Höhe und bei eventuell bestehenden anderen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sollte man versuchen, den Druck zu senken.

Ob der Blutdruck in den Gefäßen erhöht ist, lässt sich anhand der Blutdruckwerte gut beurteilen. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Grenzwerte:

Blutdrucktabelle: Grenzwerte

Kategoriesystolisch (mmHg)diastolisch (mmHg)
optimalkleiner als 120kleiner als 80
normal120-12980-84
hoch normal130-13985-89
Grad 1 Hypertonie (leicht)140-15990-99
Grad 2 Hypertonie (mittelschwer)160-179100-109
Grad 3 Hypertonie (schwer)größer oder gleich 180größer oder gleich 110
isolierte systolische Hypertoniegrößer oder gleich 140kleiner als 90

Schaut man sich die Blutdruckwerte in der Blutdrucktabelle an, wird klar, dass zwischen den verschiedenen Schweregraden beinah fließende Übergänge bestehen.

Wichtig dabei: Die Einteilung darf nicht als starres Prinzip betrachtet werden. Vielmehr kann ein hoch normaler Blutdruck bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems haben (z.B. Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen), schon als Bluthochdruck angesehen werden, der eine Therapie erfordert.

Hingegen sind vergleichbare Blutdruckwerte bei Patienten mit einem geringen Risiko hinnehmbar, sodass regelmäßige Kontrollen und eine Änderung des Lebensstils (mehr Bewegung, gesunde Ernährung, weniger Stress) ausreichen können.






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