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Blutdruck: Blutdruckwerte und Blutdrucktabelle

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Februar 2015)

Die Blutdruckwerte erhält man, indem man den Blutdruck misst. Anhand einer Blutdrucktabelle lässt sich ablesen, ob die Werte zu hoch sind oder im Rahmen liegen. Am gängigsten ist die Blutdruckmessung am Oberarm oder am Handgelenk. Vor allem ältere Menschen kennen ihre Blutdruckwerte – sei es, weil sie von Bluthochdruck betroffen sind und die Wirksamkeit ihrer Therapie überprüfen müssen oder weil sie regelmäßig vorbeugend ihren Blutdruck messen. Auch während einer Schwangerschaft gehört das Messen der Blutdruckwerte zur Standardvorsorge.

Um den Verlauf und die Höhe des Blutdrucks über mehrere Tage zu beurteilen, kann man außerdem die Blutdruckwerte aufschreiben. Auch hier spricht man von einer Blutdrucktabelle. Ergänzend sollte man die Uhrzeit notieren und angeben, ob vor oder während der Messung etwas Besonderes vorlag, etwa körperliche Anstrengung, eine Mahlzeit oder psychische Erregung. Solche Faktoren können den Blutdruck kurzzeitig verändern – meist erhöhen sie ihn.

Blutdruck-Normalwerte

Die genannten Beispiele zeigen, dass die Blutdruckwerte kurzfristig schwanken können. Dennoch ist es möglich, für verschiedene Altersgruppen dem Blutdruck mittlere Normalwerte zuzuordnen.

Bei Kindern und Jugendlichen sind die Blutdruckwerte, ebenso wie das Gewicht, noch stärker als bei Erwachsenen vom Alter und von der Größe abhängig. Daher werden die gemessenen Werte bei Kindern und Jugendlichen je nach Größe und Gewicht mit sogenannten Perzentilenkurven verglichen. Liegt ein Wert beispielsweise auf der 90. Perzentile, haben neun von zehn Kindern den gleichen oder einen niedrigeren Wert.

Blutdrucktabelle: Altersabhängige Blutdruck-Normalwerte

Altersystolischdiastolisch
Kinder und Jugendliche unterhalb der 90. Perzentile unterhalb der 90. Perzentile
Erwachsene 120-129 mmHg 80-84 mmHg

Die Grenzwerte für normalen oder zu hohen Blutdruck bei Kindern befinden sich ständig im Wandel und werden aktuell von Experten weltweit diskutiert. Prinzipiell lässt sich jedoch festhalten, dass auch Kinder und Jugendliche einen erhöhten Blutdruck haben, wenn bei gleichen Werten ein Erwachsener einen erhöhten Blutdruck aufweist.

Bluthochdruck besteht, wenn die Werte mindestens 140 zu 90 mmHg betragen.

Im Alter ist der Blutdruck in der Regel etwas höher als in jüngeren Jahren, da die Elastizität der Gefäße abnimmt. Die Blutdruck-Normalwerte liegen dann über den Werten im mittleren Erwachsenenalter. Das bedeutet aber nicht, dass ein hoher Blutdruck im Alter harmlos ist. Auch bei Senioren sollte der Blutdruck nicht zu hoch sein. Ab einer gewissen Höhe und bei eventuell bestehenden anderen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sollte man versuchen, den Blutdruck zu senken.

Grenzwerte

Ob der Blutdruck in den Gefäßen erhöht ist, lässt sich anhand der Blutdruckwerte gut beurteilen. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Grenzwerte:

Blutdrucktabelle: Grenzwerte

Kategoriesystolisch (mmHg)diastolisch (mmHg)
optimal kleiner als 120 kleiner als 80
normal 120-129 80-84
hoch-normal 130-139 85-89
Grad 1 Hypertonie (leicht) 140-159 90-99
Grad 2 Hypertonie (mittelschwer) 160-179 100-109
Grad 3 Hypertonie (schwer) größer oder gleich 180 größer oder gleich 110
isolierte systolische Hypertonie größer oder gleich 140 kleiner als 90

Schaut man sich die Blutdruckwerte in der Blutdrucktabelle an, wird klar, dass zwischen den verschiedenen Schweregraden beinah fließende Übergänge bestehen.

Wichtig dabei: Die Einteilung darf nicht als starres Prinzip betrachtet werden. Vielmehr kann ein hoch-normaler Blutdruck bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben (z.B. bei Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen), schon als Bluthochdruck angesehen werden, der eine Therapie erfordert.

Hingegen sind vergleichbare Blutdruckwerte bei Patienten mit einem geringen Risiko hinnehmbar, sodass regelmäßige Kontrollen und eine Änderung des Lebensstils (mehr Bewegung, gesunde Ernährung, weniger Stress) ausreichen können.



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