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Weißdorn

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. April 2014)

Allgemeines

Der Weißdorn (Crataegus) ist ein strauchartiger, bis zu zehn Meter hoher Baum und gehört zu den Rosengewächsen. Zu der Gattung zählen mehrere Hundert Arten: Etwa 800 in Nordamerika sowie rund 90 in Europa. Davon sind jedoch nur fünf Arten in der Medizin zugelassen. Am häufigsten werden der eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) und der zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata) verwendet – ihre getrockneten Blätter, Blüten und Früchte sollen bei Herzschwäche helfen.

Der Weißdorn besitzt dornige, meist stark verzweigte Zweige. Seine gezackten Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite heller. Der Weißdorn blüht von Mai bis Juni. Seine weißen Blüten stehen in aufrechten Doldenrispen – das bedeutet, dass zahlreiche Blüten wie zu einem Schirm angeordnet sind. Sie verströmen einen intensiven Geruch. Die fleischigen Früchte des Strauches sind meist rot gefärbt und von August bis September reif.

Bereits die alten Chinesen entdeckten den Weißdorn für ihre Heilkunde. Im Europa der Antike war er hingegen eher als gutes Feuerholz und – wegen seiner Härte – als Ausgangsmaterial für Spazierstöcke, hölzerne Werkzeugteile und ähnliches beliebt. Im Mittelalter diente er aufgrund seiner stacheligen Dornen zur Abzäunung von Feldern und Gehöften. Sein volkstümlicher Name "Heckendorn" weist noch heute darauf hin.

Ebenfalls aus dem Mittelalter überliefert ist die erste medizinische Verwendung des Weißdorns in Europa. Er wurde damals vor allem bei Koliken und Durchfallerkrankungen eingesetzt. Gegen Herzleiden kam der Weißdorn erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum Einsatz. Zusammen mit dem Fingerhut und dem Maiglöckchen setzte sich der Weißdorn Anfang des 19. Jahrhunderts als bewährtes Mittel gegen Herzschwäche durch.

Noch heute wird Weißdorn in diesem Bereich angewendet:

  • bei leichter Herzinsuffizienz
  • bei koronarer Herzkrankheit
  • in der Arterioskleroseprophylaxe
  • bei Herzrhythmusstörungen
  • bei Bluthochdruck

Allerdings ist der Einsatz von Weißdorn nicht in jedem dieser Bereiche unumstritten. So ist nicht sicher belegt, dass der Weißdorn bei Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck wirklich wirksam ist. Daher sollte Weißdorn nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.






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