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Thymian

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (27. Februar 2012)

Allgemeines

Thymian gehört zu den traditionellen Heilpflanzen und kommt heutzutage vor allem bei Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Insbesondere bei Erkältungskrankheiten ist Thymian beliebt. Seine heilsame Wirkung beruht vor allem auf den ätherischen Ölen des Thymians. Aber auch als Gewürz ist das Thymian-Kraut beliebt. Im Jahr 2006 war der Echte Thymian Arzneipflanze des Jahres.

Der würzig riechende Thymian fand schon im alten Griechenland als anregendes Räuchermittel Verwendung. Hierauf geht auch sein Name zurück: Seinen Ursprung findet der Begriff Thymian im Griechischen thýmon, was so viel wie "ein Rauch- oder Brandopfer bringen" bedeutet. Die heilende Wirkung auf Lunge und Bronchien wurde erst im Mittelalter bekannt. Bereits Hildegard von Bingen pries Thymian besonders bei Atemnot, Asthma und Keuchhusten.

Beim Echten Thymian (Thymus vulgaris) handelt es sich um einen bis zu 50 Zentimeter hohen Zwergstrauch mit verholzenden Zweigen. Die Stängel und die elliptischen Blätter sind graufilzig behaart. Die Thymian-Blüten haben eine blassviolette Färbung und bilden einen ährenartigen Blütenstand. Der Echte Thymian zählt zu den sogenannten Lippenblütlern und ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika beheimatet. In Deutschland kommt Echter Thymian wildwachsend normalerweise nicht vor.

Zu therapeutischen Zwecken verwendet man in der Regel die getrockneten Blätter und Blüten des Thymians, das sogenannte Thymian-Kraut (Thymi herba). Für die Wirkung von Thymian gibt es bislang allerdings nur wenige wissenschaftliche Studien – das Heilkraut wird vor allem aufgrund überlieferter Erfahrungen verwendet. Wer allergisch auf andere Lippenblütler wie zum Beispiel Lavendel reagiert, sollte auf Thymian jedoch vorsichtshalber verzichten. Das Gleiche gilt für Personen, bei denen eine Allergie gegen Birkenpollen oder Sellerie bekannt ist.






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