Salbei

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Juni 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Echter Salbei – sein botanischer Name lautet Salvia officinalis – findet nicht nur in der Küche zum Würzen von Fleischgerichten Verwendung, sondern ist eine schon seit Jahrtausenden bekannte traditionelle Heilpflanze.

Echter Salbei ist ein bis zu 50 cm hoher Halbstrauch mit dicken, graufilzigen Blättern. Die Blüten sind bis zu zwei Zentimeter lang, haben eine blauviolette Färbung und sitzen in Quirlen. Medizinisch verwendet man die Salbeiblätter und das daraus gewonnene ätherische Öl. Beheimatet ist Salbei im gesamten Mittelmeerraum – vor allem an der Adria.

Dass die Menschen Salbei als Heilmittel verwenden, verrät schon sein Name: Salvia leitet sich vom lateinischen Wort salvare ab, das heilen bedeutet.

Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer machten sich Salbei als Heilpflanze zunutze. Die alten Ägypter setzten Salbei als Mittel gegen Unfruchtbarkeit ein. Die alten Griechen verwendeten Salbei bei Wunden (um diese zu reinigen und Blutungen zu stillen), gegen Heiserkeit und Husten, zur Verbesserung der Gedächtnisleistung sowie für Gurgellösungen zur Behandlung von Mund- und Halsinfektionen. Der Gebrauch von Salbei in der traditionellen griechischen Medizin schwappte über nach Indien, wo sich die getrockneten Salbeiblätter und Flüssigextrakte zu einem festen Bestandteil der traditionellen indischen Medizin (z.B. in der Ayurvedischen Medizin) entwickelten.

Der Anbau von Salbei im nördlicheren Europa lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen; im 17. Jahrhundert begann er auch in Amerika. Doch schon vorher nutzten die Indianer Nordamerikas die dortige Salbeigattung zum Räuchern, um zeremonielle Orte zu reinigen und zu weihen.

Salbei ist bekannt für seine blähungstreibenden, krampflösenden, antiseptischen und schweißhemmenden Eigenschaften. In Deutschland kommt er entsprechend (z.B. als Salbeitee) gegen Verdauungsbeschwerden und starkes Schwitzen sowie gegen Schleimhautentzündungen in Mund und Hals zum Einsatz.

Einige Bestandteile der Salbeiblätter sind hoch dosiert allerdings giftig. Darum gilt zum Beispiel: Hände weg vom Salbei in der Schwangerschaft!