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Rizinusöl

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Juni 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Rizinusöl wird aus den Samen des Rizinus (Ricinus communis) gewonnen, der in den Tropen, Subtropen und gemäßigten Klimazonen beheimatet ist. Neben der medizinisch interessanten Rizinolsäure enthalten die Samen auch das pflanzliche Eiweiß Rizin, was sie hochgiftig macht.

Die rötlich-braunen Samen befinden sich in den kugeligen, ein- bis zweieinhalb Zentimeter großen stacheligen Kapselfrüchten des Rizinus. Durch Kaltpressung erhält man daraus das sogenannte Rizinusöl. Dieses wird in der Medizin vorrangig bei Verstopfung oder zur Darmentleerung vor Operationen angewendet. Äußerlich kommt es zur Behandlung von Hauterkrankungen zum Einsatz. Bei der Ölgewinnung geht das giftige Rizin nicht in das Öl über, sondern verbleibt in den Pressrückständen. Somit besteht bei der Einnahme von Rizinusöl keine Vergiftungsgefahr.

Als eines der ältesten Arzneimittel wird Rizinusöl in der Volks- und Alternativmedizin häufig

  • bei Verstopfung,
  • als Abführmittel vor Operationen,
  • zur äußerlichen Behandlung von Hauterkrankungen und
  • zur Förderung der Wehentätigkeit

verwendet. Es gibt einige Studien über die Wirksamkeit von Rizinusöl zur Behandlung von Verstopfung, zur Darmreinigung und zur äußerlichen Behandlung von Hauterkrankungen. Es fehlen jedoch klinische Studien, die die Wirksamkeit ausreichend belegen. Der genaue Wirkmechanismus von Rizinusöl zur Förderung der Wehentätigkeit ist bis heute wenig erforscht.

Neben der medizinischen Anwendung wird Rizinusöl in der Kosmetikindustrie aufgrund seiner Zähflüssigkeit zur Herstellung von Cremes, Salben, Lippenstiften, Wimperntuschen und Schaumbädern genutzt.

Die Bäume oder Sträucher des Rizinus können je nach Standort ein bis zwei Meter in gemäßigten Zonen und bis zu 15 Meter hoch in den Tropen wachsen. Auch die Blätter zeigen je nach Region Abweichungen in Farbe, Form und Größe. Durch ihr schnelles Wachstum ist die Rizinusstaude auch unter dem Namen Wunderbaum bekannt, in Deutschland ist auch der Name Christuspalme geläufig.

Mit seinen lang gestielten grün, rot oder blaugrau gefärbten Blättern und den rötlichen, mit Stacheln besetzten Kapselfrüchten ist der Wunderbaum als Zierpflanze sehr beliebt.


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