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Leinsamen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. August 2014)

Allgemeines

Leinsamen sind die Samen der als Gemeiner Lein oder Flachs (Linum usitatissimum) bezeichneten Pflanze. Viele kennen Leinsamen – geschrotet oder ganz – aus ihrem Müsli. Die Samen sind aber auch ein wirksames Heilmittel.

Der Gemeine Lein gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae). Er ist bis zu anderthalb Meter hoch und hat wechselständige, schmale Blätter. Seine himmelblauen, fünfzähligen Blüten sind an langen Stielen rispig angeordnet. Die Früchte sind hellbraune Kapseln, die bis zu zehn Leinsamen enthalten.

Die genaue Herkunft des Gemeinen Leins ist unbekannt. Lein lässt sich aber in fast allen Ländern der Welt anbauen – nur nahe am Äquator kommt er nicht vor. Der Mensch baut Lein schon lange an, um daraus Fasern und Leinsamen sowie das darin enthaltene Öl zu gewinnen.

Der Gemeine Lein hat also einen vielfältigen Nutzen, was auch sein botanischer Name Linum usitatissimum verrät: usitatissimum ist die höchste Steigerung des lateinischen Eigenschaftsworts usitatus (abgeleitet vom lat. Wort usus = Gebrauch, Verwendung). Auch die Leinsamen sind für den Menschen aus mehreren Gründen nützlich.

Leinsamen leisten zum Beispiel einen hohen Beitrag zur gesunden Ernährung: Das aus den Leinsamen gewonnene Leinöl ist sehr gesund, weil es unter anderem einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hat. Der Körper braucht ungesättigte Fettsäuren zum Beispiel zur Reparatur, Erneuerung und Neubildung von Zellen.

Medizinisch allgemein anerkannt ist, dass Leinsamen die Verdauung anregen und so gegen Verstopfung helfen. Diese ist ein weit verbreitetes Problem: Betroffen sind 1 bis 6 Prozent der Menschen mittleren Alters – und im höheren Alter sind es sogar bis zu 80 Prozent. Dass Leinsamen eine abführende Wirkung haben, verdanken sie ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen. Traditionell kommt zudem aus Leinsamen zubereiteter Schleim gegen leichte Magen-Darm-Beschwerden (infolge einer Magenschleimhautentzündung oder Darmentzündung) zum Einsatz.

Die hierzulande medizinisch verwendeten reifen Leinsamen (Lini semen) sind hauptsächlich aus Anbaugebieten in Belgien, Ungarn, Marokko, Indien und Argentinien importiert.






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