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Leinsamen: Wirkung und Inhaltsstoffe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. August 2014)

Leinsamen ist bekannt für seine Wirkung als natürliches Abführmittel. Die Inhaltsstoffe, die hierfür verantwortlich sind, heißen Quellstoffe: Das sind Ballaststoffe, die bei Wasseraufnahme quellen. Durch den Verzehr von Leinsamen vergrößert sich also der Darminhalt, was die Darmtätigkeit anregt (weil der Dehnungsreiz auf die Darmwand den Reflex zur Darmentleerung auslöst) und den Darminhalt weich macht. Der Gehalt an Quellstoffen im Leinsamen beträgt etwa 25 Prozent. Rund 4 bis 5 Prozent davon machen Schleimstoffe aus: Diese mildern zusätzlich Reizungen bei Entzündungen der Magenschleimhaut oder des Darms und schützen die Schleimhäute.

Leinsamen enthält außerdem fettes Öl, das bis zu 45 Prozent der Inhaltsstoffe ausmacht. Wie die Ballaststoffe hat auch dieses Leinöl eine Wirkung auf die Verdauung: Die bei der Aufnahme von zerkleinertem Samen freigesetzen Fette dienen zusätzlich als Gleitmittel. Zudem macht das Leinöl den Leinsamen gesund. Dass das Leinöl als so gesund gilt, liegt an seinem besonders hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Des Weiteren enthält Leinsamen Eiweiße (Proteine), Mineralstoffe, Vitamine, Lignan-Vorstufen, Blausäure-Vorstufen, Enzyme und bis zu 14 Prozent Wasser. Lignane haben vermutlich eine Schutzwirkung gegenüber Darmkrebs und Brustkrebs. Dass die Ballaststoffe bei ausreichender Zufuhr vor Dickdarmkrebs schützen, gilt hingegen als sicher. Leinsamen kann außerdem den Gehalt an Cholesterin im Blut senken.


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