Lavendel

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. November 2010)

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Wer von der heilenden Wirkung des Lavendels spricht, meint damit meist den sogenannten Echten Lavendel. Ob gegen Unruhe, Ängste oder Schlafprobleme: Echter Lavendel gilt als beliebte Heilpflanze, die vor allem leicht beruhigende Effekte hat. Nicht umsonst wurde das blaublütige Gewächs im Jahr 2008 zur Heilpflanze des Jahres ernannt.

Echter Lavendel (Lavandula officinalis, Lavandula angustifolia MILLER) soll gegen viele Beschwerden helfen und diese lindern. Es handelt sich um einen Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Eine weitere Lavendelart ist beispielsweise der Große Lavendel (Lanvandula latifolia).

Lavendel trägt kleine, blaue Blüten und hat grau-grüne, lanzettenförmige Blätter. Der Echte Lavendel ist vor allem im westlichen Mittelmeerraum beheimatet. Das wohl bekannteste Anbaugebiet des Lavendels ist die französische Provence.

Nicht nur bei Angst- oder Unruhezuständen und Schlafproblemen, auch bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden oder funktionellen Kreislaufstörungen kommt Lavendel zum Einsatz. Darüber hinaus hat der Duft des Lavendels auch eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden.

Zu Heilzwecken verwendet man die Lavendelblüten (Lavendulae flos) des Echten Lavendels – zum Beispiel in Form von Lavendeltee, als Badezusatz oder als Lavendelöl zum Einreiben oder zum Inhalieren. Auch in vielen Parfüms und Kosmetikprodukten sind Bestandteile von Lavendelpflanzen enthalten.

Lavendel kann in Einzelfällen allergische Reaktionen hervorrufen; in hohen Dosen kann er narkotisierend wirken. Wenn Sie ein Lavendelpräparat nutzen möchten, ist es hilfreich, wenn Sie sich vorab von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Bei länger anhaltenden oder stark ausgeprägten Beschwerden sollten Sie in jedem Fall den Arzt aufsuchen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie vorsichtshalber auf Lavendelprodukte verzichten.