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Heidelbeeren

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juli 2014)

© Jupiterimages/Lifesize

Die Heidelbeere – auch Blaubeere genannt – ist ein Strauch, dessen kugelige, blauschwarze und süß schmeckende Früchte ebenfalls Heidelbeeren oder Blaubeeren heißen. In manchen Regionen sind Heidelbeeren auch als Bickbeeren oder Schwarzbeeren bekannt.

Der botanische Name der Heidelbeere lautet Vaccinium myrtillus. Der erste Teil des Namens (Vaccinium) bezeichnet die Pflanzengattung und verrät, dass Heidelbeeren Beerensträucher sind (lat. bacca = Beere, baccinium = Beerenstrauch). Der zweite Teil des Namens (myrtillus) bezeichnet die Pflanzenart und bezieht sich auf die Ähnlichkeit zwischen der Blaubeere und der Myrte (lat. myrtus): Beide haben ledrige Blätter – allerdings sind die Heidelbeerblätter kleiner (darum die verkleinernde Bezeichnung myrtillus).

Heidelbeeren gehören zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die Heidelbeere ist auf der gesamten kalten und kalt-gemäßigten nördlichen Halbkugel verbreitet. In Deutschland wächst die Blaubeere in Laub- oder Nadelwäldern, auf Heiden und in Torfmooren. Der Strauch ist bis zu 50 Zentimeter hoch und buschig. Die Blüten sitzen einzeln oder zu zweit an den Blattachsen und sind grünlich bis blassrosa gefärbt. Die Heidelbeere blüht von April bis August; die Ernte der Beeren findet von Juli bis September statt.

Im Mittelalter war die Äbtissin Hildegard von Bingen die Erste, die in einem ihrer Kräuterbücher über die Heilwirkung der Heidelbeere schrieb. Gerne setzten die Menschen Sirup, Mus oder Wein aus Blaubeeren ein. In der Volksheilkunde fanden (und finden auch heute noch) die reifen Früchte (sowohl frische als auch getrocknete Heidelbeeren) und die Laubblätter (getrocknet) Verwendung.

Da die Blätter der Heidelbeere giftig sind und somit mehr schaden als nützen können, ist von ihrem Einsatz als Arzneimittel jedoch abzuraten. Auch die frischen Früchte gelten heute vorwiegend als Nahrungsmittel (und u.a. wegen der Vitamine sind frische Heidelbeeren gesund!) – häufig dienen Blaubeeren beispielsweise zur Herstellung von Marmelade. Zu medizinischen Zwecken nutzt man in der Regel die getrockneten Heidelbeeren. Je nach Anwendung sollen sie unter anderem


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