Heidelbeeren: Wirkung und Inhaltsstoffe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juli 2014)

Heidelbeeren (Blaubeeren) enthalten hohe Mengen an Gerbstoffen, vorwiegend Catechingerbstoffe, sowie andere pflanzliche Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Fruchtsäuren und Flavonoide. Außerdem ist der Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure) in Heidelbeeren sehr hoch. Die Wirkung der Heidelbeere beruht jedoch vor allem auf ihrem Gerbstoffgehalt.

Gerbstoffe kommen zum Einsatz, um Blutungen zu stillen und Wunden sowie Entzündungen der Haut oder Schleimhäute zu behandeln. Zusätzlich wirken Heidelbeeren aufgrund der Gerbstoffe leicht antibakteriell und leicht schmerzlindernd (anästhesierend) und können im getrockneten Zustand Durchfallerkrankungen entgegenwirken. Frische Blaubeeren wirken allerdings leicht abführend.

Obwohl die Blätter der Heidelbeere auch eine medizinische Wirkung haben (da sie wie die reifen Heidelbeeren Gerbstoffe enthalten), ist ihre Verwendung wegen ihrer teils giftigen Inhaltsstoffe nicht zu empfehlen.

Anwendungsgebiete

Heidelbeeren (Blaubeeren) haben verschiedene traditionelle Anwendungsgebiete: Im getrockneten Zustand können die reifen Früchte der Heidelbeere innerlich bei akuten und nicht abgeklärten Durchfallerkrankungen zum Einsatz kommen. (Aber Achtung: Frische Heidelbeeren sind leicht abführend!) Äußerlich angewendet sind sie als örtliche Behandlung von leichten Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen geeignet. Allerdings sind die Früchte (und auch kleine anderen Pflanzenteile) der Blaubeere nicht als traditionelle Arzneimittel registriert.

Aus frischen Heidelbeeren gewinnt man Anthocyane für Fertigarzneimittel, die traditionell zum Einsatz kommen, um der Nachtblindheit (Hemeralopie) vorzubeugen und die Sehleistung bei Dunkelheit zu verbessern.