Ginkgo

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2015)

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Ginkgo findet bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen Anwendung. Die Inhaltsstoffe der Ginkgo-biloba-Blätter sollen unter anderem die geistige Leistungsfähigkeit verbessern und die Durchblutung fördern.

Ginkgo wird unter anderem eingesetzt bei:

Ob Ginkgo hier jedoch tatsächlich eine Wirkung hat, bleibt aufgrund der uneinheitlichen Studienlage und der widersprüchlichen Ergebnisse fraglich. Dass Ginkgo etwa die geistige Leistungsfähigkeit verbessert beziehungsweise im Rahmen beginnender Demenzerkrankungen den Abbau geistiger Leistungen verlangsamt, lässt sich nicht zweifelsfrei sagen. Gleiches gilt für Tinnitus: Hier wirkt Ginkgo wahrscheinlich nur genauso gut wie ein Scheinmedikament (Placebo).

Medizinisch verwendet man in Europa in der Regel Ginkgo-Extrakt. Diesen erhält man, indem man Ginkgo-Blätter zermahlt, die Inhaltsstoffe aus der Pflanze löst, anreichert und von unerwünschten Stoffen abtrennt. Die Ausbeute aus den Blättern ist dabei recht mager: Aus fünf Tonnen Ausgangsmaterial lassen sich nur etwa 100 Kilogramm Ginkgo-Extrakt gewinnen. Extrakte aus Ginkgo-Blättern enthalten unter anderem die folgenden Inhaltstoffe:

  • Terpenlaktone (wie Ginkolide)
  • Flavonglykoside
  • Proanthocyanidine
  • Biflavone
  • Bilobalid
  • Ginkolsäuren

 

Wissenswertes:

Der Ginkgo-Baum stammt aus dem asiatischen Raum und gilt dort als Symbol für Hoffnung und ein langes Leben. Ginkgo ist extrem widerstandsfähig: Es gibt ihn seit mehreren Millionen Jahren und er erträgt starke Kälte, Hitze und Umweltgifte. Insbesondere im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet man Ginkgo bereits seit Jahrhunderten bei vielen Erkrankungen, so zum Beispiel bei Husten, langwierigem Schnupfen oder Asthma. Allerdings kamen hier ursprünglich vor allem die Früchte und Wurzeln des Ginkgo-Baums zum Einsatz – die Ginkgo-Blätter beziehungsweise die Einnahme des Blätter-Extrakts entdeckte die moderne TCM erst, nachdem dies in der westlichen Medizin Verbreitung fand.

Die Bezeichnung "Ginkgo" leitet sich vom japanischen Wort gin kyo (= Silberaprikose) ab. Der wissenschaftliche Zusatz biloba bedeutet zweilappig und ist ein Hinweis auf die Blattform: Typisch für den Ginkgo ist sein fächerförmiges Blatt, das in der Mitte von einem Spalt in zwei Lappen geteilt wird. Andere Namen für den Ginkgobaum sind Entenfußbaum oder Fächerblattbaum.