Birkenblätter

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Mai 2014)

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Birkenblätter (Betulae folium) und andere Bestandteile der Birke fanden schon in der Antike als pflanzliche Heilmittel Verwendung. Somit kann die traditionelle Pflanzenheilkunde auf eine lange Erfahrung mit Birken zurückblicken.

Die meisten Menschen denken bei Heilpflanzen eher an kleinere Gewächse – und nicht an Bäume. Dabei ist die Birke nicht der einzige Baum, dessen Bestandteile als Arzneimittel dienen: Das wohl berühmteste Beispiel für einen Baum als Heilpflanze ist die Weide (Salix), deren Rinde schon seit Jahrhunderten zum Einsatz kommt, um Schmerzen zu lindern. Birkenblätter dienen in der traditionellen Phytotherapie einem anderen Zweck: Sie sollen die Urinausscheidung steigern, um so die Harnwege durchzuspülen. Dies ist hilfreich, um gegen leichte Harnwegsbeschwerden vorzugehen.

Allerdings macht sich die Pflanzenheilkunde nicht alle Birken (von denen mehrere Dutzend Arten beschrieben sind) gleichermaßen als Heilpflanzen zunutze. Die heutzutage eingesetzten Birkenblätter stammen nur von zwei Arten oder deren Kreuzungen:

  • von der Hängebirke (Betula pendula), auch Sandbirke oder Weißbirke genannt, und
  • von der Moorbirke (Betula pubescens), auch behaarte Birke oder Besenbirke genannt.

Beheimatet ist die Birke auf der gesamten Nordhalbkugel – also in Europa, Asien und Nordamerika. Birken erreichen eine Größe von bis zu 25 Metern. Typisches Merkmal vieler Birken – auch der Hängebirke und Moorbirke – ist ihre weiße Rinde, wobei diese sich bei der Hängebirke mit zunehmendem Alter dunkel färbt. Die Hängebirke besitzt spitzwinklig aufsteigende Äste mit stark überhängenden Zweigen, die Moorbirke aufgerichtete Zweige. Als Blüten bilden beide Bäume männliche und weibliche Kätzchen. Die medizinisch verwendeten Birkenblätter sind besonders reich an Wirkstoffen, wenn sie jung sind.