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Baldrian

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (02. November 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Heilpflanze Baldrian hat verschiedene Wirkungen, ist aber vor allem als Beruhigungsmittel bekannt.

Traditionell kommt Baldrian bei Unruhe-  und nervösen Spannungszuständen zum Einsatz, aber auch bei nervös bedingten Schlafstörungen. Zudem soll sich Baldrian bei Leistungs- und Konzentrationsschwäche positiv auswirken.

Unterstützend soll Baldrian bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Reizmagen, Reizblase und Magenkrämpfen Beschwerden lindern. Die Wirksamkeit von Baldrian für diese letzteren Anwendungsbereiche ist jedoch nicht ausreichend belegt und beruht eher auf volkstümlicher Überlieferung.

Baldrian kann man in Form von Tees, Tropfen, Dragees und Kapseln oder äußerlich als Bad anwenden. Baldrian lässt sich gut mit anderen beruhigend wirkenden Heilpflanzen wie Hopfen, Melisse und Passionsblume kombinieren.

Die beruhigende und schlaffördernde Wirkung von Baldrian tritt jedoch nicht sofort, sondern allmählich ein und kommt erst nach einigen Tagen zum Tragen. Deshalb ist eine Einnahme von wenigstens zwei bis vier Wochen zu empfehlen.

Botanisches:
Baldrian wächst in Stauden und kann eine Höhe von 50 bis 150 Zentimetern erreichen, wobei der runde und hohe Stängel meist nur in der oberen Hälfte verzweigt ist. Die hellrosa bis weißen Blüten sind in rispigen Trugdolden angeordnet und besitzen einen angenehmen Duft. Erst beim Trocknen der Blüten entsteht der charakteristische Baldrian-Geruch. Medizinisch verwendet man in der Regel die Baldrianwurzel (Valerianae radix).


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