Bärentraubenblätter

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (25. April 2014)

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Die Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) zählt zur Familie der Heidekrautgewächse. Der Volksmund bezeichnet sie auch als wilder Buchs, Moosbeere, Steinbeere oder Harnkraut. Sie ist in fast ganz Europa, in Sibirien, dem Altai und Himalaja und in Nordamerika zu finden.

Die Blätter des Strauchs (Bärentraubenblätter, Uvae ursi folium) sollen – als Extrakt eingenommen – bei verschiedenen Beschwerden helfen. So finden Bärentraubenblätter etwa bei leichten Entzündungen der ableitenden Harnwege Anwendung. Bisher gibt es jedoch keine ausreichenden Belege dafür, dass die Pflanzenteile tatsächlich dafür geeignet sind. Darüber hinaus wird Bärentraubenblättern eine entwässernde Wirkung zugeschrieben.

Das Wissen über pflanzliche Präparate wie Bärentraubenblätter hat sich durch jahrelange praktische Anwendung angesammelt. Aus Sicht der sogenannten evidenzbasierten Medizin (EbM) liegen allerdings bisher keine oder zu wenige aussagekräftige Studien zur klinischen Wirksamkeit von Bärentraubenblättern vor.

Bärentraubenblätter werden immer wieder bei leichten Harnwegsinfekten eingesetzt, und auch vorbeugend nehmen manche Menschen entsprechende Extrakte ein. Umfassend wissenschaftlich belegt ist der Effekt der Blätter jedoch nicht. Vielmehr ist die Datenlage zur Wirkung und Sicherheit von Bärentraubenblättern sehr dünn.

Bei länger anhaltenden und / oder starken Beschwerden sollten Sie die Ursachen in jedem Fall medizinisch abklären lassen. Wenn Sie Bärentraubenblätter einnehmen möchten, fragen Sie vorher Ihren Arzt und achten Sie darauf, dass Sie die empfohlene Dosierung nicht überschreiten.

Die Bärentraube wächst als kleiner, kriechender, immergrüner Strauch. Die dickledrigen Bärentraubenblätter glänzen an der Oberseite dunkelgrün, die kleinen weißen Blüten wachsen in traubenartigen Blütenständen. Die Früchte der Bärentraube sind beerenartig und scharlachrot. Sehr leicht kann man die Pflanze mit der Preiselbeere verwechseln. In Deutschland ist die Bärentraube geschützt und darf nicht selbst gesammelt werden.