Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Mai 2014)

Allgemeines

Der Anis (botanische Bezeichnung: Pimpinella anisum) ist – wie beispielsweise auch Kümmel und Fenchel – eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Familie Doldenblütler (Apiaceae). In Europa hat die Verwendung von Anis als Heilpflanze eine lange Tradition. Zum Einsatz kommen dabei nur die Früchte des Anis (sog. Anissamen).

Anis – auch als kleiner Anis oder süßer Kümmel bekannt – ist eine etwa 50 cm hohe krautige Pflanze. Die weißen Blüten des Anis sind in 7- bis 15-strahligen Dolden angeordnet, die unteren Blätter sind ungeteilt, die mittleren dreilappig und die oberen zwei- bis dreifach gefiedert. Ursprünglich stammt Anis vermutlich aus dem Nahen Osten; sein Anbau geschieht heute auch in vielen anderen wärmeren Gegenden der Erdkugel.

In der Pflanzenheilkunde finden die getrockneten Anisfrüchte (zerrieben oder zerdrückt) oder das aus den Früchten gewonnene ätherische Öl Verwendung. Ansonsten macht man sich Anis als Geschmacksträger bei der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken zunutze: Bekannte anishaltige Getränke sind etwa der griechische Anisschnaps Ouzo und der französische Anislikör Pernod.

Achtung: Anis und Sternanis sind zwei verschiedene Pflanzen! Der Sternanis (auch als chinesischer Sternanis bezeichnet) heißt botanisch Illicium verum. Allerdings sind Anisfrüchte leicht mit den Früchten von Sternanis zu verwechseln: Beide sind nicht nur im Hinblick auf die Inhaltsstoffe vergleichbar, sondern haben auch weitere ähnliche Merkmale – beispielsweise den Geruch. Im Geschmack unterscheiden sich beide jedoch deutlicher: Während Anis süßlich und aromatisch schmeckt, hinterlässt Sternanis einen brennend würzigen Geschmack. Da Anisöl sehr teuer ist und auch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht, ersetzen Lebensmittel- oder Getränkehersteller es häufig durch das Sternanisöl.

Da der am Markt angebotene Anis heutzutage überwiegend aus gezieltem Anbau stammt, sind Verwechslungen und Verunreinigungen mit den ähnlich aussehenden, giftigen Schierlingsfrüchten äußerst selten.






Anzeige