Angelikawurzel

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. März 2016)

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Als Angelikawurzel (Angelicae radix) bezeichnet man die getrockneten Wurzeln der Engelwurz (Angelica archangelica). Angelikawurzel kommt traditionell vor allem bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zum Einsatz.

Angelikawurzel soll bei zum Beispiel bei diesen Beschwerden helfen können:

Der getrocknete Wurzelstock der Engelwurz enthält verschiedene Inhaltsstoffe, wie etwa:

  • ätherische Öle
  • Furanocumarine (z.B. Angelicin, Bergapten, Imperatorin, Xanthotoxin)
  • Phenolcarbonsäuren
  • Harz
  • Gerbstoffe
  • Phytosterole
  • Zucker
  • Stärke

Die ätherischen Öle und die Furanocumarine der Angelikawurzel führen zu einer vermehrten Bildung von Speichel, Magensaft und Gallensaft.

Angelikawurzel ist in vielen Kombinations- und Teepräparaten aus der Gruppe der Magen- und Darm-Mittel enthalten. Neben der medizinischen Anwendung nutzt man Engelwurz auch bei der Herstellung von Magenbittern und Kräuterlikören.

Hinweise

Die in der Angelikawurzel enthaltenen Furanocumarine können zu einer Lichtüberempfindlichkeit (Photosensibilität) der Haut führen. Während der Behandlung sollte man deshalb lange Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung vermeiden, da es zu Hautentzündungen kommen kann. Wird Angelikawurzel geerntet, sind Handschuhe zu empfehlen.

Die Pflanze

Die Engelwurz ist eine bis zu 2,5 Meter hohe Pflanze mit einem dicken, im oberen Bereich purpurrot gefärbten Stängel. Die Blüten sind grünlich-weiß in 20- bis 40-strahligen Doppeldolden halbkugelförmig angeordnet, die Blätter hellgrün und dreifach gefiedert. Die Pflanze kann mit dem Wasserschierling verwechselt werden. Kennzeichnend für Engelwurz sind der würzige Geruch und der süßliche Geschmack.

Angelikawurzel: Man sieht die oberirdischen Teile der Engelwurz. © iStock

Medizinische Verwendung findet vor allem der getrocknete Wurzelstock der Engelwurz: die sogenannte Angelikawurzel (Angelica radix).