Sommersprossen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Januar 2014)

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An Sommersprossen scheiden sich die Geister. Während einige Menschen die kleinen braunen Punkte, die von den ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht, Dekolleté und auf die Arme gelockt werden, als Schönheitsideal betrachten, versuchen andere alles, um die sichtbaren Hautverfärbungen zu kaschieren. Doch warum entstehen Sommersprossen und bei welchen Hauttypen kommen sie bevorzugt zutage?

Sommersprossen (Epheliden) treten insbesondere bei Personen mit blondem oder rötlichem Haar auf. Sie gehören meist zur Gruppe der Menschen mit dem sogenannten Hauttyp I oder II. Diese Typen zeichnen sich durch helle, besonders lichtempfindliche Haut aus.

Bei Menschen vom Hauttyp I (keltischer Typ) kommt es schon bei sehr geringer Sonneneinstrahlung immer zu einer Hautrötung. Die Haut färbt sich nie braun. Dieser Hauttyp neigt am stärksten zu Sommersprossen. Auch bei Menschen mit Hauttyp II (kaukasischer Typ) rötet sich die Haut bereits nach sehr kurzer Zeit in der Sonne. Bei diesem Hauttyp kann im Unterschied zu Hauttyp I jedoch gelegentlich eine leichte Bräune eintreten.

Sommersprossen entstehen durch eine verstärkte Bildung des organischen Farbstoffs Melanin. Melanin ist ein Pigment, das Haut und Haare dunkel färbt. In der Basalschicht der Oberhaut befinden sich Zellen, die – angeregt durch UV-Strahlung – Melanin bilden können (sog. Melanozyten). Die Bräunung der Haut ist im Prinzip nichts anderes als eine Schutzreaktion vor UV-Strahlung.

Bei Menschen mit Sommersprossen sind die Melanozyten verstärkt aktiv, sodass es an der Hautoberfläche zu einer Hyperpigmentierung kommt, die sich in Form von hell- bis dunkelbraunen Hautverfärbungen zeigt. Dabei sind die Pigmente außerdem ungleichmäßig unter der Haut verteilt. Die Anzahl der Melanozyten ist bei Menschen mit Sommersprossen nicht erhöht.

Sommersprossen erscheinen deshalb besonders an Stellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind: Gesicht, Dekolleté, Schultern, Oberarme und Handrücken. Erstmals treten die braunen Pünktchen im Kindesalter auf. In den Wintermonaten verblassen sie oder verschwinden ganz, um im Frühling mit den ersten Sonnenstrahlen wieder aufzutauchen. Mit zunehmendem Alter können die Hyperpigmentierungen ebenfalls schwächer werden oder sich ganz zurückbilden.

Sommersprossen sind nicht gefährlich und bedürfen keiner Behandlung. Wer die kleinen Punkte als störend empfindet, sollte starke Sonneneinstrahlung vermeiden, um zu verhindern, dass die Sommersprossen allzu stark hervortreten. Außerdem können Sonnenschutzprodukte helfen, einer Hyperpigmentierung vorzubeugen oder diese zumindest einzudämmen. Generell sollten sich Menschen mit Hauttyp I oder II besonders gut vor UV-Strahlung schützen.

Wenn bereits Sommersprossen aufgetaucht sind, besteht die Möglichkeit, diese zu überschminken. Besonders effektiv deckt ein Camouflage-Make-up die Hautverfärbungen ab. Hierbei werden spezielle Farben verwendet und mit Puder fixiert. Camouflage-Produkte sind besonders lang anhaltend und gut deckend.

Durch eine Laserbehandlung lassen sich Sommersprossen zwar entfernen – die Aktivität der Melanozyten lässt sich jedoch nicht unterbinden, sodass sich nach kurzer Zeit neue Sommersprossen bilden.

Auch Bleichcremes können die dunklen Hautflecken nur kurzfristig aufhellen. Hausmittel wie Zitronen- oder Gurkensaft haben sich als weitestgehend unwirksam erwiesen.


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