Schweißfüße

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. August 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Viele Menschen kennen sie, aber niemand spricht gerne darüber: Schweißfüße, verursacht durch vermehrten Fußschweiß, in der Fachsprache auch Hyperhidrosis pedum genannt. Vor allem wegen des unangenehmen Geruchs, den Schweißfüße verströmen, stellen sie für viele Betroffene ein Problem dar. Je nach Auslöser kann man selbst einiges tun, um Schweißfüßen vorzubeugen oder die übermäßige Schweißabsonderung zumindest einzudämmen.

Bei Schweißfüßen kommt schnell der Verdacht auf, dass mangelnde Hygiene dem Problem zugrunde liegt, besonders wenn ein unangenehmer Fußgeruch hinzukommt. Schweißfüße sind aber eher Veranlagung. Hinter einer krankhaft vermehrten Schweißbildung stecken oft überaktive Sympathikusnerven im vegetativen Nervensystem (primäre Hyperhidrose).

In manchen Fällen hängt die übermäßige Schweißproduktion mit einer Erkrankung zusammen, zum Beispiel mit einer Schilddrüsenfehlfunktion. Dann spricht man von einer sekundären Hyperhidrose. Manchmal ist aber auch schlicht und einfach das falsche Schuhwerk schuld.

Fest steht: Wer sich nicht regelmäßig die Füße wäscht oder nicht täglich die Socken wechselt, verstärkt das Problem der umgangssprachlich auch Käsefüße oder Stinkefüße genannten Schweißfüße.

Vor allem Männer haben häufig mit Schweißfüßen zu kämpfen. Sie haben allgemein mehr Schweißdrüsen – besonders viele davon befinden sich an den Füßen. Wenn es warm ist, können diese bis zu 250 Milliliter Fußschweiß produzieren.

Mögliche Ursachen für Schweißfüße sind oft Schuhe, die zu eng oder zu luftundurchlässig sind, sodass ein feucht-warmes Klima im Schuhinneren entsteht. Besonders berüchtigt sind zum Beispiel Sportschuhe aus synthetischen Materialien, aber auch Arbeitsschuhe oder Gummistiefel können Schweißfüße begünstigen.

Wichtig ist beim Schuh, dass er luftdurchlässig ist und die Feuchtigkeit nach außen gelangen kann. Außerdem braucht die Haut Luft zum Atmen.

Man sieht zwei Füße und Turnschuhe. © Jupiterimages/Digital Vision

Schuhe aus Synthetik können Schweißfüße verursachen.

Neben den Schuhen können auch Socken aus synthetischen Materialien Käsefüße verursachen. Geeigneter sind Socken aus Naturfasern wie zum Beispiel Baumwolle – sie saugen den Fußschweiß besser auf und halten den Geruch in Schach.

Weitere Auslöser für eine übermäßige Schweißabsonderung können starke Gefühlsregungen sein – Ärger, Stress, Angst, Nervosität oder Freude lösen bei manchen Menschen einen besonders starken Schweißfluss aus. Da sich an den Füßen besonders viele Schweißdrüsen befinden, können diese dann schnell ins Schwitzen geraten.

Darüber hinaus gibt es bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Kortikosteroide, die die Schweißproduktion anregen.

Fußschweiß wird erst problematisch, wenn seine Inhaltsstoffe mit harmlosen Bakterien, die sich auf der Haut befinden, in Berührung kommen. Dadurch verändern sich die Inhaltsstoffe und erst dann entsteht der stechende Geruch der Stinkefüße – vorher riecht der Schweiß völlig neutral.

Vor allem im feucht-warmen Milieu von geschlossenen Schuhen kann schnell Schweißgeruch entstehen. Hier gedeihen Bakterien besonders gut. Der abgesonderte Schweiß verdunstet nur schlecht und bietet zusätzlich eine gute Grundlage für Bakterien. Es bilden sich Abbau- und Zersetzungsprodukte, die für den Schweißgeruch verantwortlich sind.

Außer dem unangenehmen Geruch besteht das Problem bei Schweißfüßen vor allem auch darin, dass sie beste Voraussetzungen für die Entstehung von Fuß- und Nagelpilz sowie von Ekzemen bieten. Pilze und Bakterien fühlen sich in dem warmen und feuchten Klima wohl und wachsen hier deshalb besonders gut. Ekzeme zwingen den Betroffenen, sich zu kratzen und können Wundinfektionen hervorrufen.


Glänzt Ihre Gesichtshaut?