Hornhaut

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. September 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Unsere Füße tragen uns von A nach B und haben Tag für Tag einiges zu tun. Kein Wunder also, dass sie sich bei der großen Belastung einen Schutzmantel zulegen: die Hornhaut. Obwohl die Hornhaut eine wichtige Funktion erfüllt, stören sich viele Menschen an der dicken Schicht unter den Sohlen und würden sie gerne loswerden. Vor allem, wenn die Hornhaut übermäßig stark nachwächst, sehen die Füße schnell ungepflegt aus.

Die Hornschicht ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und bildet die oberste Schicht der Epidermis (Oberhaut). Sie besteht aus abgestorbenen Hornzellen (Keratin), die in tieferen Hautschichten abgestoßen werden und an die Hautoberfläche wandern.

Hier schichten sich die abgestoßenen Zellen in etwa 20 Lagen ziegelartig übereinander. Sie sind miteinander verzahnt, die Zellzwischenräume werden durch eine feste Kittmasse verschlossen. Die Masse wird immer brüchiger, je näher sie der Hautoberfläche ist, sodass die einzelnen Zellen immer weiter auseinanderklaffen. Schließlich lockern sie sich und werden an der Hautoberfläche abgestoßen.

Die Hornschicht dient als natürliche Schutzbarriere. Auf bestimmte Reize wie zum Beispiel Reibung durch Sportschuhe oder Fehlbelastungen reagiert die Haut mit vermehrter Hornhautbildung. An stark beanspruchten Stellen des Körpers ist die Hornschicht der Haut besonders dick – so auch an den Füßen.

Die Hornzellen schützen die Haut außerdem vor UV-Strahlung. Ist die Haut längere Zeit UV-B-Strahlung ausgesetzt, wird die Hornschicht dicker und innerhalb von drei bis vier Wochen entsteht die sogenannte Lichtschwiele, die das Sonnenlicht reflektiert, filtert und streut. Die Verdickung erhöht den Eigenschutz der Haut um das Vierfache.

Ist das Gleichgewicht von Zellneubildung in tieferen Hautschichten und Zellabstoßung an der Oberfläche gestört, kann es zu krankhaften größeren Hornzellkomplexen kommen, die als Schuppen sichtbar werden.

Wenn die Hornhaut stark verdickt ist, spricht man von Hyperkeratose oder auch Hyperkeratosis. Eine übermäßige Verdickung entsteht entweder, weil vermehrt Hornzellen gebildet werden oder weil nicht genügend Hornzellen abgestoßen werden. Auslöser für eine vermehrte Hornhautbildung können zum Beispiel Reibung oder Verletzungen sein. Auch falsches Schuhwerk kann die Hornhautbildung fördern.

Folgende Faktoren regen die Haut zur Hornhautbildung an:

  • Mechanische Reizung durch Reibung
    • z.B. durch Sportschuhe fürs Klettern, Wandern, Bergsteigen, Ballett u.a.
    • Schuhe mit hohen Absätzen
    • geschlossene Schuhe ohne Socken (erhöhte Reibung der nackten Haut und erhöhte Schweißbildung begünstigt Blasen- und Hornhautbildung)
    • Fehlbelastungen durch verschiedene Fußdeformationen wie Senk-, Spreiz- , Knickfuß oder Hallux valgus
    • Knochenbrüche
    • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Thermische Reizung durch Hitze, Kälte oder Wärme, die durch Reibung entsteht
  • Belastung durch Schweißbildung
  • Falsche Schuhe
  • Genetische Veranlagung, z.B. Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis ) oder Schuppenflechte (Psoriasis)

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