Haut im Sommer: Gefahren für die Haut im Sommer

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Juni 2017)

Neben etlichen Vorzügen bringt der Sommer durch die verstärkte UV-Strahlung auch einige Gefahren für die Haut mit sich. So ist ein Zuviel an UV-Strahlung die wichtigste Ursache für:

  • Hautschäden
  • Augenschäden
  • vorzeitige Hautalterung
  • Hautkrebs

Der Sonnenbrand gehört zu den klassischen Gefahren des Sommers: Dabei rötet sich die Haut als Reaktion auf eine Überdosis UV-Strahlung. Mitunter bilden sich sogar Blasen. Medizinisch handelt es sich bei jedem Sonnenbrand um eine Verbrennung der Haut ersten oder zweiten Grades. Selbst bei einer leichten Rötung sind die Hautzellen geschädigt.

Auch Empfindlichkeitsreaktionen der Haut – wie zum Beispiel eine Sonnenallergie mit Beschwerden wie Jucken, Rötungen und Ausschlag – machen besonders hellen Hauttypen im Sommer das Leben schwer.

Ein deutliches Zeichen für ein vorangegangenes Sonnenbad ist die Bräunung der Haut. Auch wenn gebräunte Haut für viele Menschen als Schönheitsideal gilt, trügt der vermeintlich schöne Schein. Denn eigentlich ist Bräune ein Alarmsignal der Haut: Sie bildet vermehrt braune und schwarze Farbstoffe (Melanin), um sich vor der UV-Strahlung zu schützen.

Je stärker die Haut der Sonnenstrahlung aussetzt ist, desto größer ist ihre Belastung. UV-Strahlung dringt zum Teil bis in die mittlere Hautschicht (Lederhaut) ein und schädigt das Erbgut der Hautzellen. Eine dauerhafte Sonnenbestrahlung der Haut führt dazu, dass die Hautzellen entarten und Hautkrebs entsteht.

Wer mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 infiziert und somit anfällig für Lippenherpes ist, sollte mit dem Sonnenbaden ebenfalls besonders vorsichtig sein. Denn während ein geringes Maß an Sonnenstrahlen das Immunsystem unterstützt, wirkt sich eine Überdosis an UV-Strahlung negativ aus: Die Immunabwehr der Haut wird dadurch unterdrückt, sodass der Körper anfälliger für Infekte ist. Dann können die in den Nervenzellen ruhenden Herpes-Viren leicht wieder aktiv werden und sich vermehren. Darum treten die typischen Lippenbläschen bei vielen Betroffenen gerade im Sommer auf. Herpes, der nach Sonnenstrahlung auftritt, nennt man auch Herpes solaris.

Auch einem jugendlichen Aussehen der Haut ist die starke Sonnenstrahlung im Sommer nicht zuträglich. Die Hautalterung betrifft hauptsächlich das Bindegewebe der mittleren Hautschicht. Dieses besteht aus Kollagenfasern, die bei jungen Menschen beweglich sind und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Kollagen sorgt dafür, dass die Haut elastisch und straff ist. Außerdem bindet es Feuchtigkeit.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Zellbeweglichkeit ab und einzelne Fasern des Kollagens verhärten und verkleben. Das führt dazu, dass die Elastizität der Haut abnimmt und weniger Feuchtigkeit gebunden werden kann. Die Haut wird schlaff, faltig, trocken und es kann zu fleckigen Pigmentverschiebungen kommen. UV-Strahlung begünstigt die Hautalterung zusätzlich: Sie hemmt die Zellteilung und damit die kontinuierliche Hauterneuerung und schädigt das Bindegewebe, sodass vermehrt Falten entstehen.

Hier ist die UV-Strahlung und damit die Gefahr für die Haut besonders intensiv:

  • mittags
  • in der Nähe reflektierender Oberflächen (wie Schnee, Wasser, heller Sand)
  • in höher gelegenen Bergregionen
  • in der Nähe des Äquators (z.B. Florida, Mittelamerika, Thailand)
  • in der Nähe des antarktischen Ozonlochs (z.B. Australien, Neuseeland)
Ein Paar nimmt am Sandstrand an einem blauen Meer ein Sonnenbad. © Jupiterimages/iStockphoto

Je höher die Sonne am Himmel steht, desto intensiver ist die UV-Strahlung. Im Tagesverlauf steht die Sonne mittags am höchsten – und geografisch in Äquatornähe.


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