Chloasma (Melasma): Wie entsteht ein Chloasma?

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (24. Juni 2014)

Unter anderem befinden sich in der Haut die sogenannten Melanozyten. Das sind spezialisierte Zellen, die das Pigment Melanin bilden. Melanin ist nötig, um die Haut bei Sonneneinstrahlung vor den UV-Strahlen zu schützen. Wie viel Melanin die Melanozyten bilden, wird hormonell gesteuert, wobei die Konzentration des zuständigen Hormons, Melanotropin, unter anderem abhängig von der Sonneneinstrahlung ist.

Im Falle eines Chloasmas sind entweder mehr Melanozyten als üblich vorhanden oder die Melanozyten produzieren übermäßig viel Melanin – aber auch beides ist möglich. So oder so ist im Ergebnis zu viel Melanin in der Haut vorhanden. Dieses lagert sich in unterschiedlichen Hautschichten (tiefergelegen in der Lederhaut oder weiter oben in der Oberhaut) ab und wird je nach Menge als hellerer oder dunklerer Fleck (Chloasma) auf der Hautoberfläche sichtbar. Sonneneinstrahlung kann den Effekt zusätzlich verstärken.

Da ein Chloasma sich aufgrund der gestörten Melaninproduktion bildet, wird es auch Melasma oder Melanose genannt.

Häufigste Ursache für eine gestörte Melaninproduktion sind hormonelle Schwankungen, besonders in der Schwangerschaft, durch hormonelle Verhütungsmittel oder während der Wechseljahre und, seltener, durch östrogenproduzierende Tumoren. Aber auch andere Auslöser kommen infrage.

Je nach Ursache kann man verschiedene Chloasma-Typen unterscheiden:

  • Chloasma gravidarum: durch Schwangerschaftshormone (40% aller Chloasmen)
  • Chloasma climacterium: durch Hormone in den Wechseljahren
  • Chloasma hormonale: durch zugeführte Hormone (z.B. hormonelle Verhütungsmittel)
  • Chloasma medicamentorum: durch Medikamente (z.B. Neuroleptika)
  • Chloasma cosmeticum: durch bestimmte Kosmetika (Lichtüberempfindlichkeit durch Furanocumarine)
  • Chloasma cachecticorum: durch auszehrende Krankheiten ausgelöstes Melasma (z.B. Krebs, Tuberkulose, AIDS)
  • Chloasma traumaticum: durch Druck, Kälte oder Reibung ausgelöstes Melasma
  • Chloasma hepaticum: Melasma aufgrund seltener Autoimmunerkrankung der Leber (primäre biliäre Zirrhose)

Glänzt Ihre Gesichtshaut?