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Medikamente

Was eine gute Pillendose leisten sollte

| Von Monica Fliedner

Wer regelmäßig Pillen nimmt, läuft Gefahr, Medikamente zu verwechseln oder zu vergessen. Die richtige Pillendose kann Patienten unterstützen.

Für fünf bis 20 Euro bekommt man solche Wochen-Dosen. Foto: pa/dpa

Situationen

Wo man Tabletten leicht vergisst

Eine Reihe von Alltagssituationen können einer regelmäßigen Einnahme von Medikamenten im Wege stehen. Es ist deshalb wichtig, sich rechtzeitig über diese Schwierigkeiten klar zu werden und Lösungen zu suchen. Typische Problem-Situationen:
• Ausgehen, Partys und andere Feiern
• Sich nicht wohl fühlen, nichts essen können
• Zu beschäftigt sein, persönliche und arbeitsbedingte Stresssituationen
• Vergesslichkeit
• Übermüdung
• Unterbrechung des geregelten Tagesablaufs etwa durch Ferien, Wochenende, Schichtarbeit, Überstunden
• Probleme mit den Nebenwirkungen
• Lebensziele decken sich nicht mit den Behandlungszielen

Wer die Diagnose einer chronischen Erkrankung erhält, für den ändert sich das Leben oft dramatisch. Er muss lernen, nicht nur mit der Krankheit selbst, sondern auch mit den Medikamenten umzugehen, die über lange, meist unbestimmte Zeit genommen werden sollen. Durch die Möglichkeit, Tabletten unabhängig von Arzt und Klinik einzunehmen, steigt die Mitverantwortung. Wer die Medikamente vergisst oder sogar verwechselt, gefährdet den Therapieerfolg. Die richtige Pillendose kann Patienten bei der Medikamenteneinnahme unterstützen.

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Ärzte und Pflegefachpersonen haben das Problem der sogenannten Compliance lange unterschätzt. Erst ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation rückte ins Bewusstsein, dass die Einnahme der Medikamente bei chronischen Erkrankungen viel genauer beobachtet und unterstützt werden muss. Natürlich hat nicht jede Unregelmäßigkeit sofort klinische Folgen (z.B. Verschlechterung des Gesundheitszustandes), erhöht aber das Risiko für den Patienten. Früher wurden kranke Menschen vom Arzt häufig getadelt, wenn sie ihre Pillen nicht nach seinen Vorgaben genommen haben. Inzwischen hat ein Umdenken begonnen und man weiß, dass man Patienten auch dabei zur Seite stehen muss.

Aufklärung über Medikamenteneinnahme

Um Medikamente richtig einzunehmen, muss der Patient zunächst einmal aufgeklärt werden über das korrekte Zeitintervall, die Dosierung und Häufigkeit. Aber auch darüber, welche Medikamente wann (z.B. Tageszeit) und wie (z.B. auf nüchternen Magen oder mit/ohne bestimmten Nahrungsmitteln) eingenommen werden müssen. Auch sollte man darauf achten, ob es irgendwelche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt (einschließlich denen, die man rezeptfrei in der Apotheke erhalten kann) oder ob bestimmte Nahrungsmittel die Wirkung schwächen oder verstärken. Auch muss der Betroffene wissen, wie er zu Hause mit den Nebenwirkungen durch die Behandlung umgehen kann und wann er Hilfe vom Arzt oder Pflegeteam rufen sollte. Manche Menschen haben Schwierigkeiten, Tabletten zu schlucken – dann sind Alternativen gefragt: Kann die Tablette zermörsert werden oder gibt es das Medikament auch in flüssiger Form?

Weiterlesen: Viele überschätzen sich bei der Medikamenteneinnahme

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