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Menopause

Natürlich durch die Wechseljahre

| Von Ute F. Wegner

Wie die Beschwerden der Wechseljahre infolge der Hormonumstellung alternativ gelindert werden. Von pflanzlichen Mitteln, Homöopathie, Akupunktur bis zu Ernährung und Yoga. Was eine Ärztin empfiehlt!

Yoga-Übungen gelten als geeignet, Spannungen der Wechseljahre abzubauen. Foto: pa/Arco Images

Hormon-Yoga

Intensive Übung

Das Hormon-Yoga ist dynamisch und zügig, anders als das bei uns bekannte Hatha-Yoga. Schon nach kurzem Training soll es Wohlbefinden und Vitalität verbessern, behauptet die Brasilianerin Dinah Rodrigues, die es mit Mitte 60 entwickelt hat. In dieser Methode hat sie Elemente aus verschiedenen Yoga-Richtungen vereint, die auf Eierstöcke, Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse und Nebennieren wirken sollen. Das Hormonsystem werde dadurch aktiviert und gestärkt, Beschwerden durch die hormonellen Veränderungen angeblich gelindert.

Obwohl harte wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit dieser Yoga-Variante nicht vorliegen, erfreut sich die Methode wachsender Beliebtheit. Frauen, die an einer Überfunktion der Schilddrüse leiden, hormonell bedingten Brustkrebs haben oder akute Herzkrankheiten, sollten kein Hormon-Yoga praktizieren, sondern den Frauenarzt um Rat fragen, ob diese Methode für sie geeignet ist.

Schön, schlank und sportlich sind viele Frauen über 50. Kaum eine Frau dieses Alters jedoch spricht über ihre Wechseljahre, die für manche einschneidende Veränderungen mit sich bringen.

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Es ist ihnen peinlich. "Die Wechseljahre sind in unserer Gesellschaft wenig akzeptiert", sagt Dr. Miriam Ortiz, Ärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Akupunktur an der Charité Hochschulambulanz für Naturheilkunde in Berlin. "Viele Frauen fürchten, nicht mehr jung und begehrenswert zu sein."

Denn die Wechseljahre sind Teil des Älterwerdens, physiologisch hervorgerufen durch einen Hormonwechsel. Bereits ab Ende 30 lässt bei Frauen die Produktion von Progesteron nach, da nicht mehr in jedem Zyklus ein Eisprung stattfindet. Experten sprechen von einer Prämenopause, die zehn bis 15 Jahre dauern kann.

Warum Wechseljahre Beschwerden mit sich bringen

Es entsteht eine Östrogendominanz, weil der Gegenspieler Progesteron fehlt. Das kann zahlreiche Beschwerden auslösen. Dazu kommt: In den Eierstöcken erschöpft sich langsam der Vorrat an Eizellen. Irgendwann reift in den Eierstöcken nur noch unregelmäßig ein Ei, bis diese eines Tages ihre Arbeit ganz einstellen. Bleibt eine Frau ein Jahr lang ohne Regelblutung, ist sie in der Menopause. "Nach der letzten Blutung sinkt der Östrogenspiegel", sagt Dr. Miriam Ortiz. "Etwa zwei Drittel aller betroffenen Frauen beschreiben auf Nachfrage Beschwerden, die sie auf den Hormonwandel zurückführen. Die einen leiden mehr, die anderen weniger, die wenigsten spüren gar nichts."

So verändern die Wechseljahre den Körper

Die Liste der möglichen Symptome ist lang: Haut und Haare verlieren Glanz, die Waage zeigt mehr Gewicht, Herz-Kreislaufbeschwerden stellen sich ein, Herzrasen, Schwindel, Hitzewallungen, Osteoporose, Schlafstörungen, trockene Scheide und Gelenkbeschwerden. Stimmungsschwankungen kommen hinzu, mal fühlen sich Frauen himmelhoch jauchzend, mal betrübt, aggressiv und gereizt, ängstlich und besorgt, depressiv.

Weiterlesen: Wechseljahre mit Tees und pflanzlichen Präparaten überstehen

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