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Schnupfen

Mit der Nasendusche Keime ausspülen

| Von Barbara Bückmann

Mit lauwarmer Salzlösung werden Schleimhäute aktiviert und Keime ausgespült. Den Dusch-Behälter gibt es in der Apotheken, die Salzlösung kann man selber herstellen.

Nasendusche aus Plastik. Foto: Gesund

Wenn der Schnupfen plagt, ist die Nasendusche eine Alternative zur Inhalation. Das Verfahren stammt aus der aryuvedischen Medizin, sieht zunächst etwas befremdlich aus, ist aber "ausgesprochen sinnvoll", so der Freiburger HNO-Facharzt Dr. Michael Deeg. Gesunde Menschen können damit Schmutz und Erreger aus der Nase befördern, Erkältungs-Patienten bringen damit die gereizten Schleimhäute zum Abschwellen und spülen überflüssigen Schleim aus.

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Salzkonzentration wie im menschlichen Blut

Nasenduschen sind in der Apotheke erhältlich. Sie sind aus Glas, Keramik, Metall oder Plastik. In das Behältnis wird eine lauwarme Salzlösung gefüllt. "Wichtig ist, dass diese Salzlösung isotonisch ist, also der Salzkonzentration im menschlichen Blut entspricht", betont HNO-Experte Deeg. Enthält sie zu viel oder zu wenig Salz, brennt sie in der Nase.

Für eine isotonische Lösung löst man neun Gramm Kochsalz in einem Liter abgekochten Wasser auf. Mediziner Deeg hat beobachtet, dass Carbonat-Salz besser vertragen wird als Haushaltssalz (NaCl).

Durch das Nasenloch fließen lassen

Zum Spülen über das Waschbecken beugen, Kopf zur linken Seite neigen, Mund öffnen und Lösung in das rechte Nasenloch fließen lassen. Es fließt aus dem anderen wieder hinaus. Die Prozedur kann man auch mit dem linken Nasenloch durchführen, es ist aber nicht erforderlich, beide Seiten zu spülen. Sollte dabei doch etwas Salzlösung in den Rachen fließen, kann man diese einfach hinunterschlucken.

Ist die Nase durch die geschwollene Schleimhaut so verstopft, dass die Lösung nicht fließt, kann man vorher ein abschwellendes Nasenspray benutzen. Deeg: "Für den Zweck sind diese Sprays gut geeignet. Ansonsten warne ich eher vor dem Einsatz, denn bei übertriebenem Gebrauch trocknen sie die Schleimhäute aus."

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Quellen

Gespräch mit Dr. Michael Deeg, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Freiburg, Nov. 2012

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