Heuschnupfen ist für viele Menschen eine saisonale Einschränkung der Lebensqualität. Nase und Augen brennen. Doch auch die Bronchien sind bedroht. Experten warnen, dass sich aus der Pollenallergie eine allergische Asthmaerkrankung entwickeln kann.
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"Werden die allergischen Symptome nicht entsprechend behandelt, können bis zu 40 Prozent der Betroffenen an einem allergischen Asthma bronchiale erkranken", sagt Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund.
Die Biologin erläutert das, was oft als "Etagenwechsel" bezeichnet wird und die Bronchien betrifft: "Streng genommen handelt es sich nicht um einen Etagenwechsel, sondern um eine Erweiterung der Erkrankung, da die Beschwerden dann nicht nur an den oberen Atemwegen oder den Augen auftreten, sondern auch die unteren erreichen, die Bronchien, und zu Entzündungen der Bronchialschleimhaut und Atemwegsverengungen führen können." Wenn es die Bronchien trifft, sind die Symptome: Husten, Schweregefühl auf dem Brustkorb und Atemnot.
Vorsorge für die Bronchien
Bei jedem Heuschnupfen-Patienten müsse immer geklärt werden, ob gleichzeitig eine allergische Asthmaerkrankung vorliegt, bei jedem Asthmatiker, ob er auch an einem Heuschnupfen leidet, sagt die Allergieexpertin. Mit einer besonderen Immuntherapie, der Hyposensibilisierung, soll das Entwicklungsrisiko für eine allergische Asthmaerkrankung und Risiken für die Entstehung von Neusensibilisierungen gesenkt werden, Vorsorge für die Bronchien.
"Die Hyposensibilisierung sollte idealerweise rasch nach dem ersten Auftreten der Allergie begonnen werden. Sie kann mittlerweile auch bei einem geringgradigen und gut kontrollierten Asthma unter strenger Indikationsstellung erfolgen. Sie ist jedoch kein Ersatz für eine ausreichende antiasthmatische Therapie", sagt Anja Schwalfenberg. Meist wird im Herbst mit einer Hyposensibilisierung begonnen.
Hyposensibilisierung erfordert Durchhaltewillen
Die Behandlung werde in der Regel von den Krankenkassen übernommen, sagt Anja Schwalfenberg. Für eine Hyposensibilisierung muss der Patient viel Zeit und Durchhaltevermögen aufbringen. Das gelingt nicht immer, so die Erfahrung beim Asthmabund in Mönchengladbach.
"Bei einer unregelmäßigen Mitarbeit kann keine gute Wirksamkeit erreicht werden. Die Behandlung wird dann meist abgebrochen", so die Biologin. "Und den Krankenkassen entstehen hohe Kosten, die keinen Nutzen erbracht haben."





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