Die frischen Blütenblätter bestechen durch Farbe und Zartheit. Betörend aber sind die Rosenblüten, wenn sie Duft ausströmen. Ätherische Öle sind die Träger des kostbaren Aromas, selbst wenn die Blütenblätter später getrocknet sind. Die Rose ist für Kosmetik, Naturheilkunde und Küche bedeutend.
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Die Blätter werden gepflückt, bevor sie welken, oder man nimmt Knospen. Die Ernte erfolgt am besten vor der Mittagshitze, erläutert Agrarwissenschaftlerin Dr. Kristin Peters. In der Küche ist die Rose vor allem bei der Marzipanherstellung von Bedeutung. Dazu sind Mandeln, Zucker und Rosenwasser notwendig. Dieses wird aus Blüten gewonnen, wenn die ätherischen Öle destilliert werden. Es ist in Naturkostläden und Apotheken erhältlich.
Sirup aus den Blüten der Rose
Ernährungsphysiologisch ist besonders die rote Frucht der Rose, die Hagebutte, für Gelee und Marmelade interessant. Sehr dekorativ sind zudem die Blüten, die mitgegessen werden können. "Rosa-Töne sind am besten", schwärmt die Pflanzenkundlerin. Die Farbe gibt dem Sirup, den die Berlinerin herstellt, einen kräftigen Ton. Dazu wird ein Weißwein-Zucker-Gemisch heiß über die Blüten gegossen, angereichert mit einer unbehandelten Zitrone lässt man die Flüssigkeit drei Tage lang ziehen. Anschließend kurz aufkochen, wobei etwas Aroma verloren geht, und in Gläser füllen.
Ein erfrischender wie edler Tee lässt sich wie folgt herstellen: Rosenblüten mit Wasser, Zitronensaft und Zucker kochen, bis die Blätter aufgelöst sind.
Getrocknete Blätter können außerdem in Zucker länger konserviert werden. Auch wenn die Rose eher mit Süßem in Verbindung gebracht wird: Die Blätter können mit Salz vermischt und etwa über ein Steak gerieselt werden.
Schönheit und ein bisschen Luxus
Die Domäne der Rose ist die Kosmetik. Die Öle, auch das Kernöl aus der Hagebutte, sowie Rosenwasser sind Schönheitsmittel seit eh und je. Es sind quasi Wellness und Wissen aus Erfahrung, dass die Rose die Haut beruhigt, strafft und frisch hält.
"Rosenöl wirkt zudem entzündungshemmend", sagt Pflanzenkundlerin Peters. "Die Rose hilft gegen Mückenstiche und Pusteln." Speziell für die Augen stellt sie eine Salbe her. Dazu wird das Kraut Augentrost in Olivenöl gelöst und mit Kakaobutter und Hagebuttenkernöl und ätherischem Öl der Blüten unter Erhitzen vermischt. Die Salbe soll dann gegen Faltenbildung um die Augen herum helfen und die Regeneration angestrengter Augen unterstützen. Vielleicht hat die insgesamt wohltuende Wirkung für den Körper, etwa bei einem Dampfbad oder durch ein Massageöl, auch mit dem Image der Rose zu tun, die als ein wenig luxuriös angesehen wird. Das muss doch die Stimmung heben.
Pflanze für Haut, Herz und Psyche
Der Wohlfühleffekt bedeutet nicht, dass die Rose bei allen Anwendungen im Sinne der Schulmedizin wirksam ist. Denn noch sind zahlreiche Bestandteile der ätherischen Öle, die antimikrobiell gegen Bakterien und Pilze helfen sollen, wenig entschlüsselt.
Die Rose wirkt insgesamt harmonisierend, heißt es in den Zuschreibungen. Und sie fördere erholsamen Schlaf, helfe gegen Angstzustände und Depressionen. "Sie kühlt den Geist", heißt es etwa in der indischen Heilkunde Ayurveda. Naturheilkundler gehen davon aus, dass die Rose die Selbstheilungskräfte stimuliert. Sie wird in der Phytotherapie, der Pflanzenheilkunde eingesetzt, meist als Tee oder Tinktur.
Die Rose als Symbol der Liebe
Besonders die Hagebutte wird bei Blasen- und Nierenbeschwerden sowie wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts geschätzt. Oder als Mittel bei Magenkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen. Rosenzucker etwa soll bei Magen-Darm-Problemen helfen, die Heilkraft sei jedoch kaum erforscht, schränkt Kristin Peters ein. Auch in Kombination mit dem herzstärkenden Weißdorn oder mit Melisse wird der Tee getrunken. In der Frauenheilkunde werden Tinkturen der Rose eingesetzt, Auszüge mit Alkohol zudem bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum zur Spülung.
In diversen Kulturen ist die Rose auch das Symbol der Liebe. "Die Rose ist eine wichtige Liebespflanze, weil sie das Herz öffnet", resümiert Kristin Peters. Die Rose stimmt milde und verbindet. "Sie kann aber keine Wunder vollbringen."





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