Wochenbett: Kindbettfieber

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (18. Mai 2016)

In seltenen Fällen kann eine Frau im Wochenbett das sogenannte Kindbettfieber bekommen. Symptome des Kindbettfiebers (auch: Wochenbettfieber oder Endometritis puerperalis), das meist an der offenen Wunde beginnt, an der die Plazenta saß, sind

  • erhöhte Temperatur oder Fieber,
  • Druckschmerzen im Unterbauch,
  • übel riechender Wochenfluss,
  • eventuell Blutungen und
  • eine verzögerte Gebärmutterrückbildung.

In den ersten Tagen nach der Geburt sind Scheide und Gebärmutter über den noch geöffneten Muttermund direkt verbunden. Über diesen Weg können Keime aufsteigen und die offenen Wunden infizieren.

In schweren Fällen kann sich die Infektion auf das umgebende Gewebe ausbreiten oder ein Abszess entstehen.

Das Kindbettfieber muss mit Antibiotika und dem Wirkstoff Methylergometrin, der die Kontraktion der Gebärmutter fördert, behandelt werden. Daher verläuft die Gebärmutterentzündung in der Regel harmlos und heilt rasch und vollständig ab.

Um dem Kindbettfieber vorzubeugen, sollte die Wöchnerin besonders auf Hygiene achten und über die Zeit des Wochenbetts auf Tampons und Geschlechtsverkehr verzichten.