Wochenbett: Baby-Blues

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (18. Mai 2016)

Etwa am dritten Tag nach der Geburt erleben 25 bis 50 Prozent der Frauen den sogenannten Baby-Blues oder die Heultage. Ausgelöst wird der Baby-Blues durch die plötzlichen hormonellen Veränderungen nach der Geburt. Ähnlich wie zu Beginn der Schwangerschaft verursachen der veränderte Hormonspiegel und die unbekannte neue Situation eine psychische Bahn- und Talfahrt, die mit folgenden Symptomen einhergehen kann:

Im Gegensatz zu einer echten Depression vergeht diese depressive Verstimmung meist innerhalb weniger Stunden bis weniger Tage und es ist keine Therapie nötig.

Häufig sind Wöchnerinnen gehemmt, sich anderen mitzuteilen, wenn sie nach der Geburt ihres langersehnten Kindes unglücklich sind, weinen müssen und sich überfordert fühlen. Es ist aber im Gegenteil wichtig, dass betroffene Frauen über ihre Gefühle sprechen und keine Angst haben, auch negative Gedanken offen zu äußern.

Das Umfeld sollte dem offen gegenüber stehen und die Bedürfnisse und Sorgen der Wöchnerin ernstnehmen, da sonst die Gefahr besteht, dass der Baby-Blues in eine Wochenbettdepression oder, in noch ernsteren Fällen, in eine Wochenbettpsychose übergeht.