Stammzellen aus Nabelschnurblut: Nutzen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

Stammzellen aus Nabelschnurblut sind von großem Nutzen: Eine Nabelschnurblutspende kann zum Beispiel lebensrettend für Menschen mit Leukämie (Blutkrebs) sein, speziell für Kinder. Dabei hängt der Erfolg einer Stammzelltransplantation ganz entscheidend davon ab, dass die Gewebemerkmale von Spender und Patient so gut wie möglich übereinstimmen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen zu einer Stammzellenspende entschließen – egal, ob die Stammzellen aus Nabelschnurblut, aus "normalem" Blut oder aus dem Knochenmark stammen. Denn bei jedem fünften Menschen, der eine Stammzelltherapie benötigt, ist keine Stammzelltransplantation möglich – weil kein passender Spender in der Datenbank vorhanden ist. In dem Zusammenhang haben Stammzellen aus Nabelschnurblut einen großen Vorteil: Dank ihrer speziellen Eigenschaften kann man sie auch transplantieren, wenn die Gewebeübereinstimmung weniger als 100 Prozent beträgt, weil die Abstoßungsgefahr nicht so hoch ist. Außerdem enthält das Blut der Nabelschnur keine Tumorzellen oder Viren, sodass das Infektionsrisiko geringer ist als bei Stammzellen aus anderen Quellen.

Ob eine private Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut von Nutzen ist, ist hingegen immer noch umstritten. Viele Eltern glauben, dass sie ihrem Kind eine gesundheitliche Absicherung verschaffen, wenn sie dessen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut einlagern lassen. Sie gehen zum Beispiel davon aus, dass das Nabelschnurblut etwa im Falle einer Leukämie beim eigenen Kind Verwendung finden und das Kind so heilen kann. Bekommt das Kind Leukämie, erhält es zur Behandlung jedoch normalerweise eine fremde Nabelschnurblutspende, denn: Das eigene Nabelschnurblut könnte in einem solchen Fall erkrankte Stammzellen enthalten.