Stammzellen aus Nabelschnurblut: Nabelschnurblut spenden

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

Stammzellen aus Nabelschnurblut zu spenden ist einfach: Wenn Sie sich zur Stammzellenspende entschlossen haben, können Sie das Nabelschnurblut kurz nach der Geburt entnehmen lassen. Da dies erst nach der Abnabelung geschieht, ist diese Form der Stammzellenspende für das Baby ebenso wie für die Mutter vollkommen schmerzfrei und ohne jegliches Risiko. Allerdings ist es wichtig, sich vor der Geburt zu informieren, ob im vorgesehenen Krankenhaus eine Stammzellenspende aus Nabelschnurblut möglich ist.

Dank der Stammzellenspende stehen die Stammzellen später zur Behandlung von Leukämien (Blutkrebs) oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems zur Verfügung. Dabei können Sie selbst entscheiden, wem Sie die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut spenden möchten.

So kann Ihre Stammzelenspende der Allgemeinheit dienen. In dem Fall können Sie die Stammzellen Ihres Kindes aus dem Nabelschnurblut einlagern lassen, ohne dass Kosten für Sie entstehen: Nabelschnurblut als allgemeine Spende lagern öffentliche Nabelschnurbanken in Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Mannheim oder München kostenlos ein. Die Stammzellen stehen dann zur Behandlung von Menschen zur Verfügung, die eine Stammzelltherapie benötigen.

Sie können die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut auch gerichtet spenden, indem Sie verfügen, dass die Stammzellen beispielsweise zur Therapie eines Geschwisterkindes oder anderer Verwandten ersten Grads bestimmt ist. Voraussetzung für diese gerichtete Stammzellenspende ist, dass der vorgesehene Empfänger bereits zum Zeitpunkt der Spende eine Erkrankung des blutbildenden Systems hat.

Man sieht eine Frau, die ihr schlafendes Baby betrachtet. © © JohnFoxxImages

Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zu gewinnen ist einfach.

Alternativ können Sie die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut auch spenden, damit sie später Ihrem eigenen Kind (von dem die Stammzellen stammen) zur Verfügung stehen. Um diese sogenannte Eigenspende einlagern zu lassen, ist es nötig, schon einige Zeit vor der Geburt Ihres Kindes einen Vertrag mit einer entsprechenden privaten Nabelschnurbank zu schließen. Für eine 20-jährige Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut fallen Kosten von etwa 2.000 Euro an.

Bei einer solchen Stammzellenspende erhalten Sie von der Nabelschnurbank ein Entnahmeset, das Sie zur Geburt mit ins Krankenhaus nehmen. Dieses Set kommt dann zum Einsatz, um Blut aus der Nabelschnur zu entnehmen und innerhalb von 24 Stunden zur Nabelschnurbank zu bringen. Dort wird das Nabelschnurblut dann aufbereitet und bei minus 196 Grad Celsius eingelagert.