Wehen: Schwangerschaftswehen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (03. Juli 2017)

Schwangerschaftswehen

Bei den Schwangerschaftswehen handelt es sich um Wehen, die etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) auftreten können. Besonders häufig sind sie im Zeitraum um die 30. bis 32. SSW. Schwangerschaftswehen fördern die Blutzirkulation in der Gebärmutter und kräftigen die Gebärmuttermuskulatur. Sie treten meist in einem Abstand von einer Minute auf.

Schwangerschaftswehen werden auch als Alvarez-Wehen oder – nach ihrem Bild im Wehenschreiber (CTG) – als Alvarez-Wellen bezeichnet. Bei Schwangerschaftswehen spannt sich nur ein kleiner Teil der Gebärmuttermuskulatur an. Sie lösen nicht die Geburt aus!

Übungswehen

Spannt sich ein größerer Teil der Gebärmuttermuskulatur an, entstehen Übungswehen. Die Gebärmutter übt gewissermaßen, sich anzuspannen. Der Fachbegriff für Übungswehen lautet Braxton-Hicks-Kontraktion.

Übungswehen treten regelmäßig auf, alle paar Stunden oder etwa ein- bis dreimal pro Stunde. Auf eine Übungswehe folgt typischerweise eine Wehenpause. Übungswehen werden ebenfalls ab etwa der 20. SSW beobachtet.

Bei Übungswehen wird mitunter der ganze Bauch hart. Übungswehen, die länger als eine Minute dauern oder starke Schmerzen verursachen, bedürfen der Kontrolle durch Hebammen oder Ärzte. Gegen Ende der Schwangerschaft (ca. ab der 36. SSW) gehen die Übungswehen in Senkwehen beziehungsweise Vorwehen über.