Plötzlicher Kindstod (SIDS): Definition

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (28. August 2017)

Unter dem plötzlichen Kindstod versteht man den unerwarteten, unerklärlichen und unvorhersehbaren Tod eines Säuglings während des Schlafs. Andere Bezeichnungen sind plötzlicher Säuglingstod oder auch "Krippentod". Der englische Begriff, der auch im deutschsprachingen Raum häufig verwendet wird, lautet Sudden Infant Death Syndrome (SIDS).

Wann ist das Risiko für SIDS am höchsten?

Das Risiko für den plötzlichen Kindstod besteht ausschließlich im ersten Lebensjahr. Nach dieser Zeit endet das Risiko für SIDS.

Die meisten Fälle ereignen sich in der Zeit zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat. Im Winter treten mehr Fälle auf als im Sommer..

Was passiert beim plötzlichen Kindstod?

Die meisten SIDS-Säuglinge versterben während des Schlafs in der Nacht, insbesondere in den frühen Morgenstunden. Meist können die Eltern im Vorfeld keine Auffälligkeiten an ihrem Säugling beobachten. Nur wenige der betroffenen Babys machen sich durch übermäßiges Schreien, Schwitzen und Unruhe bemerkbar.

Wie oft kommt es zu SIDS?

Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache von Säuglingen in Deutschland; Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland 127 Fälle – damit konnte SIDS innerhalb weniger Jahre um gut 80 Prozent reduziert werden.