Wehen: Nachwehen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (03. Juli 2017)

Nachwehen finden in den zwei bis drei Tagen nach der Geburt statt, also zu Beginn des Wochenbetts. Nachwehen haben verschiedene wichtige Funktionen:

  • Blutstillung: Durch die Nachwehen werden Blutgefäße der Gebärmutter zusammengedrückt, sodass sich die wunde Stelle, an der die Plazenta gesessen hat, schließt.
  • Nachwehen bringen den Rückbildungsprozess der Gebärmutter in Gang, sodass diese nach und nach die ursprüngliche Größe erreicht.
  • Gleichzeitig beginnt der Wochenfluss, ein reinigender Blut- und Sekretfluss.

Viele Erstgebärende merken die Nachwehen nur als leichtes Ziehen im Bauch. Beim zweiten oder dritten Kind sind die Nachwehen oft schmerzhafter, da die Gebärmutter weiter gedehnt ist und sich weiter zurückbilden muss.

Nachwehen treten häufig besonders beim Stillen auf, lassen aber nach einigen Tagen nach.

Stillwehen

Stillwehen zählen zu den Nachwehen. Ursache für Stillwehen ist der Saugreiz, der durch das Stillen des Neugeborenen entsteht – er führt dazu, dass die Hirnanhangdrüse das Hormon Oxytocin ausschüttet.

Oxytocin wirkt auf zwei Wegen:

  • Es regt die Milchbildung in der Brustdrüse an.
  • Es bewirkt, dass sich die Muskeln der Gebärmutter zusammenziehen.

Daher fördern Stillwehen die Rückbildung der Gebärmutter.