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Was bei Lärmstress am besten hilft

dpa/tmn (23. April 2014)

Seite 3: Entspannung mit Yoga kann den Lärmstress mindern


Da Flucht vor dem Lärm nicht immer möglich ist, müssen die Hormone irgendwie anders abgebaut werden – durch Sport etwa oder Entspannung. "Yoga und Autogenes Training sowie andere Entspannungsverfahren können helfen, die hohe Stressbelastung zum Beispiel bei Dauerlärm, zu senken", erklärt Björn Husmann, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren.

Yoga sei generell gut, um zu lernen, Stress gelassen zu begegnen. "Im Grunde fügt man dem Körper bei manchen Übungen leichte Schmerzen zu und lernt dann, damit meditativ umzugehen", erklärt Husmann das Prinzip. Eine Übung für Anfänger könne sein, bei durchgestreckten Beinen mit den Händen die Fußspitzen zu berühren. "Wenn Sie nun bewusst in die Dehnung hineinatmen, um sich zu entspannen, lernen Sie auch, unangenehme Aspekte wie Dehnungsschmerz innerlich zu akzeptieren. Das lässt sich dann auch auf Lärm übertragen", sagt der Diplom-Psychologe.

Techniken schon vor dem Lärmstress üben

Auch Autogenes Training sei bei Stressbeschwerden nachweislich hilfreich, sagt Husmann. Über bestimmte Vorstellungen wie innere Ruhe, Schwere oder Wärme der Glieder wird der körpereigene Entspannungsprozess angestoßen. Regelmäßiges Üben trägt dazu bei, dass Körper und Geist insgesamt weniger anfällig für Stress sind und der betreffende Mensch auch gelassener mit Lärmbelastungen umgeht.

Entspannungstechniken sollten aber schon vor akuten Stressphasen eingeübt werden, rät Husmann. Dann seien sie am wirkungsvollsten. "Wer regelmäßig Yoga oder Autogenes Training macht, lässt störende Geräusche gar nicht so stark an sich heran."

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Quellen

Thomas Myck, Umweltbundesamt, Dessau, April 2014
Michael Jäcker-Cüppers, Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik, April 2014
Björn Husmann, Deutsche Gesellschaft für Entspannungsverfahren, April 2014


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