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Rat und Service

Feiern ohne Reue - den Kater überstehen

Von Dr. Anne Holtwick (19. Dezember 2008)

Das Paar hat den Jahreswechsel 1950 offenbar mit einigen Drinks gefeiert. Foto: PA/ZB

Was verbirgt sich hinter dem berühmten Kater am Morgen nach einer Party? Und was muss man beachten, um den Kopfschmerzen und anderen Leiden zu entgehen?

Weihnachts- und Silvesterfeiern lassen sich ohne Kater und Kopfschmerz überstehen, sofern man ein paar einfache Regeln beachtet, sagt Dr. Anne Holtwick, Präventivmedizinerin aus Hamburg. Für GESUND hat sie die wichtigsten Tipps aufgeschrieben, um die Feste zum Jahresende reuelos und vor allem körperlich unversehrt zu erleben:

Seit einigen Jahren wissen wir, was sich hinter einem "Kater" verbirgt: zum einen die direkte giftige Wirkung des Alkohols auf die Leber und das Nervensystem, zum anderen Flüssigkeits- und Mineralverluste, die durch eine alkoholbedingte Blockade eines die Körperflüssigkeit regulierenden Hormons im Gehirn zustande kommen. Auch die Abbauprodukte des Alkohols, vor allem der Acetaldehyd, verursachen Kopfschmerzen, Schwäche und im Übrigen auch die stechende Fahne.

Entspannung und fettes Essen als Kater-Prophylaxe

Deshalb ist es wichtig, einige Grundregeln im Umgang mit dem Alkohol schon im Voraus zu beachten. Wer feiern möchte, der sollte physisch und psychisch fit sein. Eine Feier im direkten Anschluss an einen anstrengenden Arbeitstag birgt besondere Gefahren, anschließend an einem Kater zu leiden. Deshalb davor eine Entspannungsphase einlegen.

Hier zählt Qualität und nicht Quantität: ein Spaziergang, ein kurzes Nickerchen, ein Wannenbad. Eine kräftige Mahlzeit, und diesmal darf es sogar eine fetthaltige sein, bildet die solide Basis für die kommenden Ereignisse. Das gute deutsche Butterbrot oder getoastetes Baguette mit Olivenöl empfehlen sich besonders, denn das Fett verlangsamt die Alkoholaufnahme ins Blut deutlich. Hilfreich ist es, sich seine aktuelle Verfassung klarzumachen, Erfahrungen aus der Vergangenheit zu bedenken und wie der nächste Tag aussehen soll.

Kater-verdächtig: süße Cocktails, Bowle und prickelnder Sekt

Auf der Feier nimmt das Schicksal häufig schon mit dem Aperitif seinen Lauf. Vorsicht vor gezuckerten, aromatisierten und fruchthaltigen Alkoholika, wie sie in Cocktails oder Bowlen enthalten sind! Kohlenhydrate, Farb- und andere Zusatzstoffe sind in Kombination mit Alkohol unverträglich und Hauptverursacher des Brummschädels. Champagner, Sekt, Prosecco steigen wegen ihres Kohlensäuregehalts besonders schnell zu Kopf. Man sollte langsam trinken und die alte Paracelsusweisheit bedenken: "Nur die Dosis macht das Gift!" Bleiben Sie bei einer Alkoholsorte. Je klarer, heller und niedrigerprozentig der Alkohol ist, umso bekömmlicher ist er.

Zum Durstlöschen sind Fruchtschorlen und Mineralwasser bestens geeignet. Es ist wichtig, zu allen alkoholischen Getränken immer ausreichend Mineralwasser zu trinken. Der Flüssigkeitsverlust des Körpers setzt schon nach 45 Minuten ein, und seine Auswirkungen sind umso geringer, je früher es zum Ausgleich kommt. Empfehlenswert sind auch kleine Snacks: Salzstangen und Chips liefern Salz und andere Mineralien. Wählen Sie am Büfett Lachshäppchen und Räucheraal.

Spazierengehen und Wasser helfen, den Kater zu verhindern

Durch starkes Schwitzen wird beim Tanzen der Flüssigkeitsund Salzverlust weiter angetrieben, die Bewegung beschleunigt aber nicht den Alkoholabbau in der Leber. Wer den Heimweg mit einem Spaziergang verbinden kann, tut sich doppelt Gutes. Die Bewegung stabilisiert den Kreislauf, die frische Luft den Sauerstoffgehalt.

Verzichten sollte man auf den Espresso und die prophylaktische Kopfschmerztablette. Nichts davon tut gut. Wer vor dem Schlafen eine halbe Flasche magnesiumhaltiges Mineralwasser (siehe Flaschenetikett) trinkt und sich bei geöffnetem Fenster ins Bett begibt, der wird mit einem erholsamen und tiefen Schlaf belohnt.

Wahre Wunder bewirkt eine kräftige Brühe

Der nächste Morgen beginnt mit Mineralwasser, Gemüsesaft, Obst und Tee. Milchprodukte, Quark und Yoghurt liefern Energie und gleichen den Mineralstoffhaushalt wieder aus. Wahre Wunder gegen den Kater bewirkt auch eine kräftige Brühe. Alles Schwerverdauliche (gekochte Eier, Wurst, Käse, Schinken) bleibt im Kühlschrank. Auch sollte man seinem Körper am Morgen danach keine Gewalt antun. Nicht joggen, lieber spazieren gehen, keine Saunabesuche, kein Kaffee oder andere "Aufputscher".


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Quellen

Dr. Anne Holtwick, Präventivmedizinerin, Dezember 2008






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