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E-Zigarette kann Nikotinsucht verstärken

Von Barbara Bückmann (28. November 2013)

E-Zigarette in echtem Zigaretten-Design. Foto: pa/AP Photo

Forscher untersuchten das Rauchverhalten von jungen Koreanern. Wie sich der Gebrauch der E-Zigarette auf ihr Rauchverhalten auswirkte.

Forscher untersuchten jetzt die Gebrauch von E-Zigaretten bei Teenagern. Ein Ergebnis: Die batteriebetriebenen Verdampfer, die als Alternative zur Tabak-Zigarette gelten und einen möglichen Rauch-Ausstieg erleichtern sollen, führen sogar zu heftigerem Rauchen. Die Studie wurde jetzt im Journal of Adolescent Health veröffentlicht.

E-Zigaretten enthalten Nikotin, Geschmacksstoffe und andere Chemikalien. Ihre Anwendung wurde bei  75.643 koreanischen Jugendlichen getestet. Studien-Autor Stan Glantz von der University of California (San Francisco) sagt, dass E-Zigaretten bei Erwachsenem in geringem Maß beim Rauch-Entzug helfen, dies aber bei Heranwachsenden nicht funktioniert.

Weiter vom Rauchstopp entfernt

Die Jugendlichen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, greifen häufiger zum Verdampfer. Doch gerade die E-Zigaretten-Nutzer sind weiter vom Rauchstopp entfernt als andere Ausstiegswillige. Glantz kritisierte dabei auch die aggressiven Werbestrategien der E-Zigaretten-Hersteller auf dem im Gegensatz zu Tabakprodukten kaum regulierten Markt.

Vier von fünf jugendlichen Rauchern in Korea rauchen sowohl Tabak- als auch E-Zigaretten. Der Zahl der E-Zigaretten-Konsumenten wuchs in Korea ähnlich rasch wie in der USA, wo sie sich unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 2011 bis 2012 verdoppelt hat. Die Forscher bewerteten die E-Zigarette abschließend als neues, zusätzliche Einstiegs-Risiko in die Nikotinsucht.


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Quellen

Journal of Adolescent Health 2013, http://dx.doi.org/10.1016/j.jadohealth.2013.11.003


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