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Medizin

Was hilft gegen Pigmentflecken?

Von Maggie Riepl (15. August 2012)

Zur Behandlung von Pigmentflecken werden verschiedene Laserarten eingesetzt. Foto: PA/Joker

Mit dem Laser können Pigmentflecken zielgenau behandelt werden, sagt Hautärztin Dr. Gertraud Kremer. Aber auch Cremes oder Fruchtsäurepeelings können helfen.

Dr. Gertraud Kremer ist Hautärztin in Berlin und Pressesprecherin des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen

GESUND: Was ist die effektivste Methode gegen Pigmentflecken?
Dr. Gertraud Kremer: Die eleganteste Lösung ist mit Sicherheit der Laser, denn er arbeitet zielsicher. Wobei es verschiedene Laserarten gibt wie Rubin-, Erbium-, KTP- oder Fraxellaser, die mit unterschiedlicher Wellenlänge und unterschiedlicher Eindringungstiefe arbeiten. Der Fraxel zum Beispiel verkleinert den 1 mm großen Laserstrahl, ist besonders hautschonend.

GESUND: Wie oft muss gelasert werden?
Dr. Kremer: Das hängt individuell von der Hautdicke ab und auch davon, was der Patient will. Manchen reicht eine Aufhellung, andere wollen eine vollständige Entfernung.

GESUND: Gibt es ein Risiko?
Dr. Kremer: Natürlich gibt es auch ein Risiko von Narben gerade bei sensiblen Hauttypen mit wenig regenerationsfähiger Haut. Die Haut besteht aus sieben Schichten, bis Schicht 3 gibt es keine Narben. Wenn man tiefer geht, kann sich eine Narbe bilden. Da muss der Hautarzt sich vorsichtig herantasten und lieber eine Nachbehandlung machen. Das gilt besonders für Flecken im Gesicht, das ist ja die Visitenkarte eines Menschen. Viele ältere Patienten haben auf dem Handrücken eine dünne, fast pergamentartige Haut. Auch da ist Vorsicht geboten. Am einfachsten ist es an Stellen mit vielen Talgdrüsen, dort regeneriert sich die Haut am schnellsten.

GESUND: Was kann da genau passieren?
Dr. Kremer: Lasern führt zu immer zu einem Reiz und wie bei jeder Entzündung besteht das Risiko einer Pigmentverschiebung. Gravierender ist es, wenn eine Zelle irreversibel zerstört wird und es weiße Stellen (Hypopigmentierung) oder Narben gibt.

GESUND: Wann sollte man die Behandlung machen lassen?
Dr. Kremer: Am besten im Herbst oder Winter wegen des geringeren UV-Lichts. Nach der Behandlung muss man sich mindestens acht Wochen täglich mit hohem UVA- und UVB-Produkten eincremen. Und darüber hinaus am besten Antipigmentcremes benutzen.

GESUND: Welche Alternativen zur Laser-Behandlung gibt es bei Pigmentflecken?
Dr. Kremer: Zum Beispiel Fruchtsäurepeelings. Sie haben eine insgesamt hautverjüngende und glättende Wirkung. Allerdings ist die Behandlung nicht so steuerbar wie beim Laser. Man sollte sich nur in erfahrene Hände begeben. Milchsäure ist zum Beispiel weniger aggressiv als Fruchtsäure und daher für sensible Haut sinnvoller. Auch Vereisungen werden angeboten, dann bildet sich an der Stelle neue zarte Haut, aber hier ist das Narbenrisiko groß.

GESUND: Bringen diese neuen Cremes, die derzeit den Markt überströmen, eigentlich etwas?
Dr. Kremer: Ich rate meinen Patienten immer folgendes: Probieren Sie erst mal eine Antipigmentcreme drei Monate aus, wenn sich Ihre Flecken bessern und Ihnen das genug ist, prima. Wenn nicht, können wir immer noch lasern.

GESUND: Was halten sie von Hausmitteln wie Zitronensaft?
Dr. Kremer: Warum nicht? Zitronensaft wirkt wie ein Fruchtsäurepeeling, auch Essig kann man versuchen. Ich nehme zum Beispiel gerne Rotwein als Gesichtswasser.

GESUND: Was kosten die Behandlungen?
Dr. Kremer: Lasern ab ca. 100 Euro. Allerdings sind zur gänzlichen Entfernung meist mehrere Termine nötig. Fruchtsäurebehandlungen 80 bis 120 Euro.
 

Lesen Sie dazu auch den Artikel Urlaubssouvenir Pigmentflecken


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Quellen

Gespräch mit Dr. Gertraud Kremer, Hautärztin in Berlin und Sprecherin des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen, August 2012






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