So lernen Kinder die Nase putzen

Redaktion GESUND/dpa/tmn (6. Februar 2015)

Sich richtig die Nase zu putzen, will gelernt sein. Foto: pa/blickwinkel

Das Sekret sollte ausgeschnäuzt werden, aber nicht durch beide Nasenlöcher gleichzeitig. Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

Wann Kinder lernen, sich ihre Nase zu putzen, ist ganz individuell. "Das kann etwa mit zweieinhalb Jahren klappen oder auch erst mit fünf", sagt Jan Löhler vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Das hänge von den koordinativen Fähigkeiten ab. Mit dem Hinweis: "Versuch mal, durch die Nase Luft rauszupusten", lernten die Kinder meist das Schniefen ins Taschentuch. Zunächst reicht aber auch ein einfaches Abwischen.

Viele Kinder machen es eher umgekehrt und ziehen den Nasenschleim hoch. "Das klingt natürlich eklig, ist aber gar nicht so schlimm", sagt Löhler. Das verhindere manchmal, dass Keime ins Mittelohr aufsteigen. Der Schleim bleibe aber trotzdem im Nasenraum und erschwere das Atmen.

Beim Naseputzen nicht zu hohen Druck erzeugen

So verstopft er nicht nur wichtige Ausgänge, sondern dient als idealer Nährboden für Sekundärinfektionen. Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Richtig ist es, das Sekret auszuschnäuzen. Und zwar nicht durch beide Nasenlöcher gleichzeitig, weil so ein viel zu hoher Druck erzeugt wird, der das Sekret nicht nur ins Taschentuch befördert, sondern auch in die Nasennebenhöhlen.

Die richtige Methode ist, ein Nasenloch zuzudrücken und das andere zu reinigen, dann die Nasenlöcher wechseln bis der komplette Schleim aus der Nase gedrückt wird. Um die Keime auch wirklich zu vernichten, sollte ein Papiertaschentuch und keinesfalls ein Stofftaschentuch benutzt werden.

Quellen

Jan Löhler, HNO-Arzt, Jan. 2015


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