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Schlittschuhlaufen hält fit

Von Nina C. Zimmermann (9. Januar 2009)

Mit relativ wenig Kraftaufwand kann man sich leise und lautlos auf dem Eis bewegen. Foto: pa

Im Winter kann Eislaufen ein guter Ersatz für Joggen sein: Es trainiert die Ausdauer, den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination.

Menschen, die sich auf Kufen über gefrorenes Wasser bewegen, scheinen oft ihr inneres Gleichgewicht gefunden haben. "Das Faszinierende am Eislaufen ist, dass man sich mit relativ wenig Kraftaufwand wunderbar leise und lautlos fortbewegen kann", sagt Otmar Hintermeier vom Sportzentrum der Universität Regensburg. Gut für die Fitness ist die Sportart außerdem. Sie schult den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination und trainiert obendrein die Ausdauer.

Eislaufen kann im Winter ein guter Ersatz fürs Joggen sein. Und allzu schwer zu erlernen ist es offenbar auch nicht: "Wer gehen kann, kann mit einem gewissen Gleichgewichtssinn auch Eislaufen lernen", sagt Hintermeier, der an der Hochschule Sportlehrer ausbildet. Wer sich mit Vorwärts-, Rückwärts- und Kurvenfahren zufrieden gibt, erlernt das in der Regel rasch.

Erst einmal an der Bande entlang hangeln

Diejenigen, die Erfahrungen vom Inlineskaten mitbringen, sind zwar etwas im Vorteil. Aber auch andere Anfänger und Wiedereinsteiger stehen relativ bald sicher auf dem Eis. Am Anfang sollte es bei Erwachsenen jedoch um das vorsichtige Ertasten gehen, sagt Hintermeier.

Auch seinen Studenten, die das erste Mal die Kufen untergeschnallt haben, rate er, sich erst mal an der Bande entlang zu hangeln. Anschließend lasse er sie beidbeinig gleiten. Durch minimale Gewichtsverlagerungen kämen sie dann schon vorwärts.

Richtige Schuhe sind wichtig

Einen entscheidenden Anteil am Erfolg haben auch die Schuhe. Eishallen verleihen oft stark strapaziertes Material. Wichtig ist ein stabiler Stand, die Schuhe dürfen daher nicht zu weich und nicht zu groß sein, so der Experten-Rat. Bei falschen Schuhen müsse über die Muskulatur zu viel Haltearbeit geleistet werden. Die Muskeln verkrampfen, die Füße tun schnell weh.

Für erwachsene Anfänger ist der klassische Eiskunstlaufschlittschuh mit gerader Kufe, die vorne gezackt ist, angeraten. Die Zacken werden lediglich zum Springen oder bei Spitzenschritten gebraucht und stören bei einer sauberen Lauftechnik nicht.

Der Oberkörper wird leicht nach vorn geneigt

Eishockeyschuhe dagegen haben eine zackenfreie, wie ein Wiegemesser geformte Schiene. Das dient dem wendigen Laufen, bedeutet aber für den Anfänger einen wackligen Stand. Dazu gehört außerdem ein leicht nach vorn geneigter Oberkörper. Die Körperhaltung des etwas ängstlichen Erwachsenen ist meist zu aufrecht. Gleichgewichtsprobleme sind dann die Folge.

Um wirklich sicher auf dem Eis zu sein, sollte auch das Bremsen richtig beherrscht werden. Das Simpelste ist es, einen Fuß quer zur Laufrichtung zu stellen. Das mag nicht immer gleich klappen, daher will auch das Aufstehen vom Eis gelernt sein. Hintermeier übt das auch mit seinen angehenden Sportlehrern immer.

Vor dem Loslaufen aufwärmen

Bevor ein Eisläufer richtig los legt, sollte er sich aufwärmen: Bei langsamer Fahrt etwa in die Hocke gehen und anschließend die Beine ausschütteln. Wer all das bedenkt, merkt bald, dass das Gleiten über das Eis immer besser gelingt – und durchaus entspannend sein kann.


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Quellen

Gespräch mit Otmar Hintermeier, Ausbilder von Sportlehrern am Sportzentrum der Universität Regensburg, Jan. 2009


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