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Fit und schön

Was man in der Sauna falsch machen kann

Von Kirsten Schiekiera (6. Dezember 2012)

Beim Saunabesuch kann man in der kalten Jahreszeit Wärme tanken. Foto: Getty Images

Der Heiß-Kalt-Wechsel in der Sauna trainiert das Immunsystem und die Gefäße. Außerdem sorgt die Schwitzkur für eine gut durchblutete, schöne Haut.

Was die kalte Jahreszeit uns an Wärme vorenthält, lässt sich zumindest vorübergehend in einer Holzkabine wunderbar auftanken. Die positiven Effekte der Sauna sind belegt: Wer regelmäßig schwitzt, beugt Erkältungskrankheiten und Herz-Kreislauf-Leiden vor. Verkrampfte Muskelpartien entspannen sich, Stress fällt von einem ab. Durch das Saunieren werden außerdem Endorphine, die sogenannten Glückshormone, freigesetzt, die die Stimmung aufhellen.

"Fast jeder, der richtig sauniert, profitiert gesundheitlich von regelmäßigen Sauna-Besuchen. Regelmäßige Saunagänge machen den Körper stark gegenüber Wetter- und Temperaturschwankungen und können helfen, erkältungsfrei durch den Winter zu kommen", erklärt Reinhard Jarka, Facharzt für Allgemeinmedizin. "Die Sauna-Hitze erzeugt im Körper eine Art künstliches Fieber, das Ähnliches bewirkt wie echtes Fieber: Die erhöhte Temperatur tötet Krankheitserreger ab", so Jarka. "Einen positiven Effekt auf den Kreislauf hat das Wechselspiel zwischen Hitze und Kälte. Bei der Hitze weiten sich die Gefäße, bei der anschließenden Abkühlung verengen sie sich. Ein Gefäßtraining, wenn man so will."

Feuchte Haut verzögert das Schwitzen in der Sauna

Der Definition nach ist eine Sauna ein trockenes Heißluftbad – bei minimaler Luftfeuchtigkeit wird die Badekabine auf bis zu 100 Grad Celsius erhitzt. Aufgrund der extrem trockenen Luft lässt sich die extrem hohe Temperatur aushalten. Als Erfinder und weltweit größte Sauna-Fans gelten die Finnen. Die ersten Heißluftbäder nahmen sie in Erdhöhlen ein, ehe sie Blockhütten zum Schwitzen errichteten. In Deutschland wurde das Saunieren erst in den 1950er-Jahren populär.

"Die Gäste fragen uns nur selten, wie sie saunieren sollen. Dabei gibt es viele Unsicherheiten ", sagt Imke Rüggeberg, Mitarbeiterin der Sauna-Landschaft eines großen Hotels. Noch immer gebe es Zeitgenossen, die einen Saunabesuch mit einer Mutprobe verwechseln, zu lange in den Schwitzbereichen bleiben oder zu viele Saunagänge in zu kurzen Zeitabständen absolvieren.

Der Entspannung und dem Kreislauf zuliebe sollte man einen Saunabesuch ruhig angehen. Als erstes wird geduscht. "Einer der häufigsten Fehler ist, sich nicht richtig abzutrocknen", sagt Imke Rüggeberg. "Dabei verzögert feuchte Haut den Vorgang das Schwitzens." Ebenfalls wichtig: Die Füße müssen warm sein, ehe man die heiße Zone betritt. Bei kalten Füssen hilft ein warmes Fußbad mit einer Temperatur zwischen 40 bis 43 Grad.

Sanfter Anfang auf den unteren Bänken

Anfänger nehmen in der Sauna am besten auf einer der Bänke in mittlerer Höhe Platz. Ein großes Handtuch zum Unterlegen ist Pflicht. Ganz oben ist es am heißesten, auf den unteren Bänken ist die Temperatur niedriger und die Luftfeuchtigkeit am Höchsten. Man setzt sich entspannt hin, neigt Kopf und Oberkörper nach vorne und stützt sich mit den Armen auf den Knien ab. Alternativ kann man sich auch mit angewinkelten Beinen auf den Rücken legen. Doch Vorsicht, wer liegt, sollte sich in den letzten Minuten vor dem Aufstehen noch einmal hinsetzen, sonst macht der Kreislauf eventuell Probleme.

Tipps für die Sauna:

Schmuck Ringe, Ohrringe, Ketten, Piercings und andere Metallgegenstände können sich unangenehm erhitzen und sogar Verbrennungen verursachen. Sie bleiben nach dem Umziehen im Schließfach. Für Brillen gibt es in der Regel eine Ablage vor der Saunakabine.

Reinigung Vor dem Saunagang sollte man die Haut mit Seife duschen – aus hygienischen Gründen. Erst wenn die Haut frei von Fetten und Ölen ist, kann sie auch gut schwitzen. Anschließend gut abtrocknen. Zwischen den Saunagängen und danach braucht keine Seife mehr an die Haut.

Trinken Wer viel schwitzt, sollte auch viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Niemals durstig in die Sauna gehen. Ganz wichtig ist es, nach dem Saunabesuch ausreichend zu trinken. Am besten geeignet sind stilles Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees.

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