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Fit und schön

Heilkraft der Pfefferminze

Von Ela Dobrinkat (22. November 2012)

Bei den Tuareg in der Sahara ist Minzetee sehr beliebt. pa/Chromorange

Die mentholhaltige Pflanze hilft bei Reizdarm, Kopf- und Magenschmerzen. Das Öl wirkt auf die Kälterezeptoren im Darm.

"Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz" heißt es in einem Hit. Im Rocksong vertreibt der Stoff Mundgeruch. Doch die Pfefferminzpflanze kann sehr viel mehr. 1912 machte eine US-Firma damit Furore. Sie ließ ihre weißen Pfefferminz-Drops in die Form kleiner Rettungsringe pressen und nannte die durchlöcherten Bonbons "Life Saver" (Lebensretter).

So weit geht die Heilkraft der Pfefferminze (Mentha piperita) zwar nicht, doch als Gewürz- und Heilpflanze wird sie wegen ihrer Vielseitigkeit und ihrer erfrischenden Wirkung sehr geschätzt. Sie lässt sich innerlich, äußerlich und als Inhalat nutzen.

Pfefferminze wird vielfach verwendet

Pfefferminzgeschmack begegnet einem überall – ob in der Zahnpasta, im Mundwasser, im Kaugummi, im Hustenbonbon und im Cocktail ebenso wie als Gewürz im Essen.

Die Pfefferminze mit kantigen Stängeln, runden, stark geäderten, am Rand gezackten Blättern und rosa Blüten ist eine zufällig entstandene Kreuzung der Natur aus anderen Minzarten, von denen in unseren Breiten 2000 Verwandte an halbschattigen, warmen und etwas feuchten Standorten wuchern.
 Die Pflanze enthält ein ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Menthol, weitere sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide) Phenolcarbonsäure und Bitterstoffe. Genutzt werden die oberen Blätter, die kurz vor der Blüte geerntet werden, weil sie zu diesem Zeitpunkt besonders mentholhaltig sind.

Pfefferminztee-Zubereitung in Tunis. Foto: pa/ecomediaBild: Pfefferminztee-Zubereitung in Tunis. Foto: pa/ecomedia

Wenn sie getrocknet sind, wird damit Tee zubereitet. In Nordafrika ist der Pfefferminztee ein Nationalgetränk - wie bei uns Kaffee oder Tee. Die Nomaden der Sahara, die Tuareg, schätzen den Minztee bei Hitze wegen seines kühlenden Effekts, bei Kälte wegen seiner wärmenden Wirkung.

Auch Kinder mögen den Geschmack der Pfefferminze

"Die Pfefferminze schmeckt sehr gut und ist deshalb auch bei Kindern sehr beliebt und bei ihnen ohne Probleme anzuwenden", schätzt Dr. Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) vor allem den Pfefferminztee.

"Es sollte aber der Arzneitee mit pharmazeutischer Wirkung sein – das ist nicht jeder aus dem Supermarkt", rät die Heilkräuter-Expertin. 1,5 Gramm getrocknete Pfefferminzblätter (2-3 Teelöffel) werden für eine Tasse mit kochendem Wasser übergossen, dann muss der Tee 10 Minuten ziehen. Er wirke bei Gallenschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden und Übelkeit krampflösend, schmerzlindernd und auch keimhemmend. "Bei chronischen Magenbeschwerden werden die Pfefferminzblätter 1:1 mit Kamilleblüten gemischt", sagt die Apothekerin. Die Pfefferminze rege Magensäfte und Gallenfluss an. Allerdings gibt es auch Gegenanzeigen: "Bei Verschluss der Gallenwege, bei Gallenblasenentzündung sowie bei Leberschäden sollte man Pfefferminze nicht in großen Mengen zu sich nehmen", sagt Dr. Sellerberg. Ihr ganz persönliches Pfefferminz-Rezept: "Pfefferminzlikör hilft gegen Knoblauch-Mundgeruch."

Trinken: Pfefferminz-Llimonade

1 Teil Apfelsaft, 1 Teil kalter Pfefferminztee und ein Schuss kohlensäurehaltiges Mineralwasser ergeben ein erfrischendes Limonaden-Getränk.
Bild: Blätter der Pfefferminze. Foto: Getty/Foodcollection
Blätter der Pfefferminze. Foto: Getty/Foodcollection

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