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Lange Spaziergänge gegen COPD

dpa (23. Mai 2014)

Lungensport für COPD-Patienten: Er soll helfen, ihre Lungenfunktion zu verbessern. Foto:pa/Klaus Rose

Mediziner raten COPD-Patienten, sich viel zu bewegen. Andernfalls verschlechtere sich die Lungenkrankheit und sie bekämen immer weniger Luft beim Atmen.

Der Zustand von Menschen mit der chronischen Lungenerkrankung COPD verschlimmert sich zunehmend, wenn sie jede körperliche Anstrengung vermeiden. Aufgrund der Verschlechterung müssen sie häufiger im Krankenhaus behandelt werden.

Drei Kilometer am Tag gehen

Schon mit drei bis sechs Kilometer gehen am Tag ließen sich viele solcher Klinikaufenthalte vermeiden. Darauf machen die Lungenärzte vom Bundesverband der Pneumologen (BdP) in Heidenheim unter Berufung auf eine aktuelle Studie aufmerksam. Alternativ bieten sich mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche an.

COPD-Patienten haben Atemprobleme

COPD-Patienten haben dem BdP zufolge oft schon bei geringer körperlicher Anstrengung Atemprobleme. Sie sind daher geneigt, sich so wenig wie möglich zu belasten. Das führt allerdings dazu, dass ihre Fitness immer mehr nachlässt und sie noch öfter in Atemnot geraten sowie immer weniger mobil sind. Außerdem lassen ihre Abwehrkräfte nach, so dass sie anfälliger für Atemwegsinfekte werden, die sich oft so negativ auf den Verlauf der COPD auswirken, dass sie ins Krankenhaus müssen.

Chorsingen verbessert die Atemtechnik

Auch Chorsingen hilft bei COPD. Denn Chorsingen fördert sowohl die Atemtechnik als auch die sozialen Kontakte. Auch daran erinnern die Lungenfachärzte. COPD sei eine chronische, fortschreitende Erkrankung, die mit zunehmender Atemnot und körperlicher Leistungsschwäche verbunden ist. Insofern schränkt sie die betroffenen Patienten nicht nur in körperlicher Hinsicht erheblich ein, sondern auch in sozialer. Die Betroffenen laufen häufig Gefahr zu vereinsamen. 

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Quellen

Cristóbal Esteban et al., Influence of changes in physical activity on frequency of hospitalization in chronic obstructive pulmonary disease. Respirology, February 2014; DOI: 10.1111/resp.12239
Bundesverband der Pneumologen (BdP), Heidenheim, Mai 2014


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