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Fit und schön

Was kann eine Haarkur bewirken?

Von Maggie Riepl (8. Januar 2013)

Trockenes, störrisches Haar? Eine Haarkur kann zu besserer Kämmbarkeit und mehr Glanz verhelfen. Foto: PA/DPA

Zahlreiche Produkte versprechen eine glänzende Haarpracht statt störrischer Strähnen. Experten sagen, worauf man bei der Auswahl achten sollte.

Langes Haar wie Rapunzel, glänzend wie Seide im Sonnenlicht. In der Werbung ist alles möglich. Doch in der Realität? Pflegeprodukte wie Haarkuren oder Spülungen versprechen, auch aus Haaren, die durch jahrelanges Tönen strohig und splissig geworden sind, wieder eine gepflegte Mähne zu machen. Grüner Apfel soll für Glanz sorgen, Nerzöl für Elastizität, Pferdemark geschädigtes Haar von Grund auf heilen. Das Spektrum der Produkte umfasst Regenrationsmasken, Haar-Mayonnaisen, Glanzöle und Express-Haarkuren zu Preisen von drei bis 50 Euro. Aber was hilft wirklich?

"Der Markt ist inzwischen sehr unübersichtlich" ,findet der Dermatologe und Haarspezialist Dr. Uwe Schulenburg, "die Kosmetikindustrie verspricht Wunder, aber die gibt es bekanntlich nicht." Haarkur, Spülung oder Öl wirken nur an der Haaroberfläche. "Ist das Haar kaputt, geht gar nichts mehr – außer abschneiden. Da hilft auch kein Repair-Produkt. Das verhilft lediglich zu einer besseren Optik und ist als Vorsorge geeignet", sagt die Berliner Friseurin Manuela Nicolai.

Eine Haarkur macht die Oberfläche des Haares glatter

"Der Grundgedanke einer Haarkur ist es, die Oberfläche des Haares glatter zu machen, so dass der Zustand des frisch gewaschenes Haares möglichst lange erhalten bleibt ", erklärt Haarspezialist Schulenburg: "Man muss sich ein einzelnes Haar wie einen Tannenzapfen vorstellen. Liegen die einzelnen Schuppen gut an, wirken die Haare glatt und schön, stehen die einzelnen Partikel ab, sieht das Haar stumpf aus."

Grundsätzlich geht es bei allen Produkten - ob Haarkur oder Spülung – daher um die Liegeeigenschaften des Haares und auch die Kämmbarkeit. Welches Produkt man nehmen sollte, ist eine individuelle Angelegenheit, so Dr. Schulenburg. "Entscheidend ist die Haarstruktur", sagt der Hautarzt. Eine extrem reichhaltige Haarkur z. B., die man auf feines dünnes Haar aufträgt, hat nicht den erhofften Effekt. Im Gegenteil: Das Haar wird viel zu sehr beschwert, die Frisur sieht aus wie angeklatscht. Jemand, der drahtiges Haar hat, kommt mit dem gleichen Produkt hingegen wunderbar zurecht und erzielt den Glanz und die Kämmbarkeit, die er sich gewünscht hat. Auf die Empfehlung einer guten Freundin, die ein ganz anderer Haartyp ist, sollte man sich daher nicht verlassen, rät Dr. Schulenburg.

Eine gute Haarkur muss nicht teuer sein

Man muss also selbst ausprobieren, was bei den eigenen Haaren am besten wirkt. Auch was einem in anderer Hinsicht am besten gefällt wie der Geruch oder die Konsistenz des Produkts, spielt eine Rolle sowie nicht zuletzt der Preis. Dabei sind teure Produkte nicht unbedingt besser als preiswerte, stellte die Stiftung Warentest bei einem Test vor einigen Jahren fest.

Tipps für die Haarpflege:

Waschen Friseurin Manuela Nicolai aus Berlin rät: Vor der Haarwäsche Haarsprayreste gut ausbürsten. Haare mit lauwarmem Wasser anfeuchten, eine kleine Portion Shampoo in kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut einmassieren. Nach dem Waschen das Haar gründlich ausspülen. Große Shampoomengen und heißes Wasser vermeiden. Trockenes Haar sollte man nur einmal die Woche waschen, fettiges kann jeden bis jeden zweiten Tag gewaschen werden.

Pflege Nach jeder Haarwäsche kann eine Spülung angewendet werden. Haarkuren sollten nur auf gewaschenem Haar angewendet werden. Auftragen, mit einem grobzinkigen Kamm verteilen. Einwirkzeit beachten, am besten ein Handtuch umwickeln, denn Wärme intensiviert. Bei Rinse-Off-Produkten Haare gründlich auswaschen. Wenn man den Eindruck hat, die Haare sind angegriffen, einmal pro Woche eine Haarkur anwenden. Hausmittel für schönes Haar: ein Schuss Essig oder frisch gepresster Zitronensaft in einem Liter Wasser als Abschlussspülung.

Trocknen Zum Trocknen Haare in ein Handtuch einschlagen und durch Andrücken mit beiden Händen vortrocknen. Danach mit einem grobzahnigen Kamm entwirren. Haar am besten an der Luft trocknen oder mäßig warm auf niedriger Stufe föhnen. Eine zu hohe Temperatur sowie zu langes Föhnen trocknet aus. Elektrische Lockenstäbe oder Haarglätter sind mit Vorsicht anzuwenden, da überhitztes Metall die Hornschicht der Haare zerstören kann.

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