Eisprung (Ovulation): Was ist der Eisprung?

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (24. Juli 2017)

Als Eisprung (Ovulation) wird die Ausstoßung der Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter bezeichnet. Dem geht eine Vielzahl von hormonellen Prozessen voraus, die monatlich mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung beginnen.

Bei jedem Mädchen sind bereits bei der Geburt die Eizellen in sogenannten Eibläschen (Follikeln) angelegt. Zu diesem Zeitpunkt enthalten beide Eierstöcke zusammen über eine Million Follikel. Bis zur Pubertät sinkt diese Zahl auf nur noch einige hunderttausend, da die Follikel nach und nach absterben. Ab dann verringert sich die Zahl der Follikel regelmäßig mit jedem Eisprung.

Im Eierstock reifen, angeregt durch das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH), in jedem Zyklus 10 bis 20 Follikel heran, von denen jedoch nur eines zum sogenannten dominanten Follikel ausreift. Der dominante Follikel entlässt letztendlich die Eizelle in den Eileiter, wo sie ihre Wanderung in Richtung Gebärmutter beginnt und auf dem Weg dorthin befruchtet werden kann.

Selten reifen mehrere Follikel zu dominanten Follikeln aus – dann kann es bei einer Befruchtung zu Mehrlingen kommen (z.B. zweieiige Zwillinge). Die restlichen Follikel sterben ab, dienen aber als Östrogenlieferanten, welche für den Menstruationszyklus unverzichtbar sind.

Der dominante Follikel saugt sich mit Flüssigkeit voll und wandert an die Außenseite des Eierstocks. Hier sorgt eine Vielzahl an Hormonen (Östrogene, Progesteron, FSH, LH sowie Prostaglandine) dafür, dass die Follikelwand abgebaut wird und sich das Muskelgewebe des Eierstocks zusammenzieht, um die Eizelle aus dem Follikel auszuschwemmen.

Einige Frauen spüren das Zusammenziehen des Eierstocks, also den tatsächlichen Eisprung, als leicht schmerzhaftes Ziehen im Unterbauch (Mittelschmerz).

Zu diesem Zeitpunkt stülpt sich, durch Hormone gesteuert, der Eileiter über den Eierstock und kann so die Eizelle auffangen. Ein solch feinabgestimmter Vorgang gelingt nicht immer: In dieser Phase kann es deshalb bei Fehlern zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft kommen.

Die Eizelle verbleibt nun bis zu 24 Stunden im Eileiter und ist in dieser Zeit befruchtungsfähig. Wird sie befruchtet, wandert sie in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Unbefruchtet stirbt sie ab und setzt so den weiteren Verlauf des Menstruationszyklus – den Abbau der Gebärmutterschleimhaut und die Regelblutung – in Gang.


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