Östrogenmangel: Ursachen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (04. Dezember 2014)

Ein Östrogenmangel tritt beispielsweise dann auf, wenn die Eierstöcke in ihrer Funktion eingeschränkt sind und somit zu wenig oder gar kein Östrogen mehr produzieren. Die häufigste Ursache hierfür ist der natürliche Alterungsprozess während der Wechseljahre. Die Eierstöcke stellen nach und nach ihre Funktion ein, der Körper produziert weniger Östrogen und mit der Zeit können die typischen Symptome auftreten.

Weitere Ursachen für eine eingeschränkte beziehungsweise eingestellte Funktion der Eierstöcke können sein:

Ein Östrogenmangel kann seinen Ursprung aber auch in anderen Organen haben. Bei einer Nebenniereninsuffizienz produzieren die Nebennieren beispielsweise zu wenig Dehydroepiandrosteron (DHEA), eine Vorstufe von Östrogen. Die Folge ist ein Östrogenmangel.

Hinter einem Östrogenmangel kann außerdem eine sogenannte Gelbkörperschwäche (Corpus-luteum-Insuffizienz) stehen, die wiederum Unfruchtbarkeit nach sich zieht.

Aber auch hormonelle Verhütungsmittel können einen Östrogenmangel verursachen. Die synthetischen Östrogene der Antibabypille unterdrücken das körpereigene Östrogen. In manchen Fällen reicht das synthetische Östrogen jedoch nicht aus, um das körpereigene zu ersetzen – ein Östrogenmangel entsteht.

Eine besondere Folge des Östrogenmangels ist die sogenannte Pubertas tarda. In diesem Fall wird die sexuelle Reife durch den Östrogenmangel verzögert. Mädchen mit Pubertas tarda bekommen ihre erste Periode meist nicht vor dem 18. Geburtstag und die äußeren Geschlechtsmerkmale reifen später als bei anderen Teenagern. Ursachen für einen Östrogenmangel, der mit einer Pubertas tarda einhergeht, können zum Beispiel sein:

  • Mangelernährung, Unterernährung (z.B. bei Magersucht)
  • Hochleistungssport
  • Fehlfunktion endokriner Drüsen, z.B. bei Nebenniereninsuffizienz

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