Östrogenmangel: Therapie

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (04. Dezember 2014)

Einem Östrogenmangel können Sie auf unterschiedliche Art und Weise begegnen. Leichte Beschwerden lassen sich häufig mit einfachen Mitteln beheben:

Bei stärkeren Beschwerden kommt die Östrogentherapie beziehungsweise Hormonersatztherapie zum Einsatz. Eine Östrogen-Langzeittherapie wird häufig diskutiert, da bei einer Behandlungsdauer über fünf Jahre das Brustkrebsrisiko steigt.

Wenn hormonelle Verhütungsmittel einen lokalen Östrogenmangel im Scheidenbereich verursachen (Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, ...), gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Ein Wechsel zu einem anderen Präparat kann den Östrogenmangel beheben.
  • Häufig reicht eine lokale Behandlung mit östrogenhaltigen Präparaten aus.

Steckt hinter dem Östrogenmangel eine Gelbkörperhormonschwäche, wird der Arzt diese mit Progesteronpräparaten behandeln. In der Folge sollte sich auch der Östrogenspiegel stabilisieren.

Im Falle einer Pubertas tarda, also einer Verzögerung der sexuellen Reife, kann eine Östrogenersatztherapie den Östrogenmangel kurzfristig normalisieren. In diesem Fall ist es aber auch wichtig, die Ursachen des frühen Östrogenmangels zu erkennen und zu beheben (z.B. bei Magersucht, exzessivem Hochleistungssport oder einer Nebenniereninsuffizienz).


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