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Depressionen?

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  • Depressionen?

    Hallo zusammen,

    ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, ich bin im Moment wirklich ziemlich am Ende.
    Alles fing vor 6 Jahren an, ich bekam ohne Grund starken Durchfall, Magenkrämpfe und diese permanente Übelkeit, ich habe alle Untersuchungen mehrfahr hinter mir sowohl Unverträglichkeiten, als auch Spiegelungen, Ultraschalle, MRT's, aber niemadn findet etwas, und mittlerweile nehmen die Ärzte mich nicht mal mehr ernst. Ich bin mittlerweile 20 und in der Ausbildung und durch die ganzen Krankheitstage habe ich wirklich Probleme mittlerweile, meine Arbeit hat einen Antrag auf Krankengeld bei meiner Krankenkasse gestellt, weil ich häufig krank bin. Ich würde das ja auch so gern ändern, aber ich schaffe die Zug Fahrt zur Arbeit nicht mal ohne eine ganze Packung Loperamid zu nehmen, ich kann es teilweise nicht mal mehr halten und das mit 20!! Jahren. Ich bin einfach am Ende, ich komme mit der Situation nicht mehr klar, mein Arbeitgeber setzt mich unter Druck und meien Panik raus zu gehen wird immer schlimmer, ich gehe generell nicht mehr raus, außer zur Arbeit und das mit einer riesen Dosis Loperamid. Mein leben hat sich so unglaublich verändert, früher habe iche s geliebt rauszugehen und jetzt erfinde ich Ausreden um zu Hause bei meinem Klo zu bleiben...
    Ich habe seit einigen Wochen einen Tinitus im Ohr und meine Hände zittern dauernd, mir ist jeden Abend schwarz vor Augen wenn ich nach Hause komme und sobald ich mich hinlege dreht sich alles, ich habe stechende Kopfschmerzen und ich könnte ununterbrochen weinen, egal wann und egal wo.
    Die kleinsten Dinge, wie zum Beispiel eine Wasserflasche aufzudrehen kommen mir so vor als ob ich es einfach nicht schaffe..
    In meiner Familie nimmt mich auch niemand ernst, ich meine die Ärzte finden ja nichts, das heißt ich muss ja wohl simulieren, ich nehme zwar immer mehr ab und esse kaum noch was, weil ich einfach Angst habe das alles wieder raus kommt, aber das nimmt niemand ernst.
    Ich bilde mir das aber nicht ein, ich habe am Tag ungefähr 8 mal Durchfall sogar mit Loperamid, das beeinflusst meine Stimmung so unglaublich, ich war früher wirklich glücklich und aufeinmal erwische ich mich dabei, wie ich darüber nachdenke was so ein Leben noch für einen Sinn hat, ich habe jeden Tag Schmerzen und einfach nur noch Angst, sogar kurz zur Apotheke zu Laufen um mir neues Loperamid zu kaufen, weil es ja sein könnte, das der Durchfall auf dem Weg wieder kommt, ich bin wirklich mehr als verzweifelt, dazu kommen noch diese Zukunftsängste irgendwann arbeitslos zu werden, weil ich einfach so oft krank bin, welches Unternehmen bindet sich so jemanden denn schon ans Bein? Diese Gedanken machen mich im Momet am meisten fertig, meine Ausbildung ist bald fertig und warum sollte diese Firma mich übernehmen? meine schulischen Leistungen und die Leistungen im Betrieb sind zwar sehr gut, aber diese ganzen Krankheitstage, wer toleriert das? Aber ich schaff es einfach nicht, an manchen tagen ist es wirklich so schlimm das ich nicht mal die Bahnfahrt schaffe, mich macht diese Gesamtsituation unglaublich depressiv und ich habe keine Ahnung was ich noch machen soll, kein Arzt kann/will mir helfen, ich war bei 4 verschiedenen Hausärzten, bei 2 Endrogastrologen und in 2 Krankenhäusern, aber ich bin ja kein "akuter Notfall" deswegen soll ich mich an einen ambulat behandelnden Arzt wenden...


  • Re: Depressionen?

    Hi,

    es kann durchaus sein das der erste Durchfall etwas in deiner Psyche ausgelöst hat.
    Sicher ist mittlerweile eine Angststörung dazu gekommen, welche auch solche Symptome machen kann.

    Eine Psychische Ursache ist weder Einbildung, noch ein Simulieren, sondern eine eigenständige und sehr ernst zu nehmende Erkrankung.

    Ich würde dir raten bei einem Psychiater einen Termin machen zu lassen, er wird wissen welche Untersuchungen noch notwendig sind um eine organische Ursache auszuschließen und vor allem hat er einen guten Überblick bei den Medikamenten die helfen.
    Ich halte es für wichtig das du einmal endlich ernst genommen wirst, was er sicher tun wird und zum Zweiten, das du von deiner Selbstmedikation weg kommst.
    Das Mittel ist zwar frei verkäuflich, aber sicher auf Dauer und in den Dosen nicht unbedenklich, außerdem schadet es dem Magen-Darm-Trakt und ist nur bedingt hilfreich.

    Eventuell wäre, falls noch nicht geschehen, eine Magen-Darmspieglung angesagt, mit dem Psychiater kannst du auch besprechen ob eine Psychotherapie und vor allem welche, hilfreich sein kann.
    Falls eine ambulante Therapie schwierig ist, wäre ein stationärer Aufenthalt zu überlegen, damit die Ursache in Ruhe geklärt werden können, auch in psychischer Hinsicht.

    Du solltest raus gehen, zieh zur Not eine Einlage an und versuche dich möglichst viel an der frischen Luft zu bewegen.
    Erst einmal um die Wohnung herum und dann den Abstand ausdehnen.

    Kommentar


    • Re: Depressionen?

      Hallo caroball,

      schaue einfach mal hier nach: http://www.agoraphobie-mit-panikattacken.de/depression/
      die Seite ist richtig gut!

      Kommentar


      • Re: Depressionen?

        Hallo caroball,

        Du simulierst nicht! Für mich sieht es danach aus, als würdest Du aufgrund der Magen-Darm-Sache eine Angststörung entwickeln. Und Angststörungen sind echte Krankheiten, die unbehandelt eine Menge Schaden anrichten können - das siehst Du ja schon an Deiner eingeschränkten Lebensqualität. Allerdings können Angststörungen auch sehr sehr gut therapiert werden, wenn man sich rechtzeitig professionelle Hilfe holt - eben Arzt (Psychiater) und/oder Psychotherapeut.

        Der Haken an diesen ganzen psychischen Geschichten ist, daß Außenstehende, die das noch nicht selbst erlebt haben und deren Umfeld in der Hinsicht bis dato unbelastet war, sich echt nicht vorstellen können. Da kann es passieren, daß man eben recht schnell abgestempelt wird.

        Weiterhin kommt bei Dir hinzu, daß Du Dich bisher offenbar ausschließlich auf die körperliche Komponente Deiner Beschwerden - die Schmerzen, den Magen, die Loperamid - beschränkst und konzentrierst. Da die Ärzte nun aber schon seit sechs Jahren nichts finden, ist im ersten Ansatz verständlich, wenn andere Dein Problem nicht nachvollziehen können - es wurden bisher ja schon diverse organische Ursachen ausgeschlossen.

        Ich denke deshalb, daß Du aus der Nummer nur rauskommst, wenn Du den Standpunkt wechselst und Dich von den körperlichen Beschwerden weg mehr auf die psychischen Ursachen hin konzentrierst. Eine, wenn nicht sogar die zentralste Frage dabei ist, wie Du bisher mit Streß umgehen konntest und umgegangen bist? Und wie hat sich Dein Streßempfinden in den letzten Jahren verändert - so, wie Du es beschreibst, fühlst Du Dich schon seit einiger Zeit schnell überfordert?

        Ich kann mich Tireds Ratschlägen nur anschließen:
        Mache so schnell wie möglich einen Termin beim Psychiater aus! Die Wartezeiten können gut 2-3 Monate betragen - also lieber heute schonmal rumtelefoniert!
        Darüber hinaus könnte eine Psychotherapie in der Tat hilfreich sein, allein schon, um Dir alternative Denk- und Verhaltensweisen und Dir einen Ausweg aus der Sackgasse aufzuzeigen. Hier betragen die Wartezeiten allerdings nicht selten 6 Monate und mehr - also auch hier noch heute oder morgen rumtelefonieren. Bei den meisten Therapeuten erwischst Du ohnehin erstmal nur den AB, Du wirst dann aber i.d.R. innerhalb von ein bis zwei Wochen zurückgerufen, damit Du Dich auf die Warteliste setzen lassen kannst.

        Sowohl beim Psychiater als auch beim PT gilt meiner Meinung nach:
        Lieber einen Termin zu viel und zu früh ausgemacht! Sollten sich Deine Beschwerden wider Erwarten zwischenzeitlich in Luft auflösen, sagst Du ab, und ein anderer Wartender freut sich, daß er früher drankommt

        Drücke Dir die Daumen, und gute Besserung

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